Bodybuilding: Neues Gym „Rühlsches Strammhaus“ in Kooperation mit Augustiner-Bräu

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Damals noch ein Stammhaus, nun ein Strammhaus.

Der Gerstensaft für Leibeskraft?

Den Stolz kann man Markus Rühl trotz seiner glasigen Augen ansehen, und die Ungereimtheiten und mangelnde Fairness bei damaligen Wettbewerben, hat er schon längst überwunden. Wir treffen ihn an einem sonnigen Montagmorgen in seinem neuen Fitnessstudio. Dort hängt er an den Tresen, blickt leicht verträumt durch die Hallen von Schweiß und Eisen. Eine sanfte Fahne weht uns entgegen, gemischt mit der Würze eines Bierfurzes.

Eine Einführung benötigt der legendäre Körperbauherr nicht. Er ist die wahre Größe und Aushängeschild des deutschen Kraftsports. Auch, wenn er noch nie den ersten Platz bei Herr Olympia oder vergleichbar erreichte, ist er der wahre König der Kraft. Die Wurzeln eines wachsenden Strammbaums, ein Stemmesbruder und Muskelvater.

Nun mag man sich fragen – wie passen Alkoholkonsum und ein Fitnessstudio überhaupt zusammen? Überraschenderweise gut. Denn die Zeiten sind vorbei, in denen sich Sportler, Szenepumper und Saunagänger nach ihrer Anstrengung ein kühles, alkoholfreies Bier genehmigen. Heute gibt es Wärme für die Därme und es wird in die Windungen reingeprallt, bis man nur noch lallt.

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Nach ‚The Biggest Loser‘ kommt jetzt ‚The Biggest Boozer‘

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Was darf es denn sein? Ah ja, von allem einen? (Photo by Chris F on Pexels.com)

Es sind keine leichten Zeiten. Vor allem die Coronakrise, Homeoffice und das ständige Hin und Her einer unfähigen Regierung setzte die letzten Jahre jedem schwer zu und beförderte ungewollte Rundungen an Hüfte und Bauch zutage. Da ist es nicht verwunderlich, dass gleichzeitig Fernseh-Shows immer populärer wurden, die sich dem Abnehmen widmen.

Besonders im amerikanischen Fernseher beliebt ist die Show The Biggest Loser, unschön übersetzt zu Der Größte Verlierer. Dort kämpfen übergewichtige Teilnehmer darum, wer bereit ist, seinem Körper kreislauftechnisch und kardial innerhalb kürzester Zeit das ungesündeste Maximum zuzumuten, um abzunehmen.

Das massive Format erfreut sich breiter Beliebtheit. Was nicht von ungefähr kommt. Ausgehend vom durchschnittlichen, amerikanischen BMI von 45 waren einer Studie von 2021 nach von zehn Amerikanern genau elfeinhalb selbst überqualifiziert als Kandidaten oder in einem Stadium, in dem eine Teilnahme nicht einmal mehr möglich war.

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RTL startet 2023 Ableger „Brauer sucht Frau“

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Der Bauer sucht. (Photo by Jake Heinemann on Pexels.com)

Eine Doku-Soap mit langer Geschichte als Vorbild

Bauer sucht Frau dürfte mit weitem Abstand eine der bekanntesten Dokumentationsseifen sein. Erstmals Oktober 2005 ausgestrahlt und von Inka Bause moderiert, begeistert das Format jedes Jahr aufs Neue, und ein Ende ist noch lange nicht in Sicht. Im Gegenteil, RTL bleibt nicht nur auf der Überholspur, sondern will sogar noch eine Gangart zulegen.

Damals schien das gewagte Konzept fast zu einfach, um überhaupt anzukommen oder jemanden an den Fernseher zu locken. Und doch bestach das Schlichte. Man nehme einen nach Liebe bedürftigen Bauern, filme ihn und die anderen Rindviecher auf seinem Hof und knete das alles zu einer Dating-Show. Fertig? Fertig.

Schon mittlerweile achtzehn Staffeln lang begeistert die teils gescriptete Erfolgsshow zur Hauptsendezeit nicht nur das gut bebauchte, bierphile, bäurische Bauernvolk in den niederen Bayerngefilden, sondern erfreut sich auch besten Einschaltquoten im Rest von Deutschland. Regelmäßig widmen sich zwischen sieben und acht Millionen dem Fernsehgerät, um den mit Schmutz, Charme und Schweinen gesegneten Suchenden mitzufiebern.

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