Crystal Mett – doch kein Versprecher! Szenedroge auf dem Vormarsch

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Es war der Superlativ politischer Peinlichkeit – in einer Rede auf dem CDU-Parteitag leistete sich Ministerpräsident Markus Söder einen Versprecher. Statt Crystal Meth zu sagen, brillierte er in öffentlich in typisch deutscher Fremdschämmanier und verewigte sich mit Crystal Mett.

„Cannabis reicht da nicht. Sondern da muss jetzt, äh, Kokain her, und Crystal Mett.“

Markus söder, Ministerpräsident

Gemeint war eigentlich Crystal Meth, also mit einem englischen th endend. Was der Ministerpräsident noch weniger wusste als der noch mehr zu bemitleidende Gesundheitsminister Lauterbach, der Söder korrigierte und dabei selbst einen Fehler machte, und ebenso wenig wie die abertausenden Tastaturkrieger, die sich wie frivol quiekende Säue in der digitalen Schlammschlacht suhlten: Crystal Mett ist so real wie Crystal Meth, und sogar noch gefährlicher.

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Nach AdBlue – bald AdOrange, Supersafe und zwei weitere Additive?

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Wer ein relativ neues Diesel-Kraftfahrzeug besitzt, wird es sicher kennen: AdBlue. 2009 vom Verband der Automobilindustrie (VDA) als Marke eingeführt, handelt es sich dabei primär um ein lizenziertes Produkt zur Stickoxidemmissionsreduktion mittels selektiver katalytischer Reduktion. Verständlicher formuliert, ein flüssiger Harnstoff, der Stickoxide in Abgasen reduziert, indem er sie in Wasserstoff und Stickstoff umwandelt.

In Anbetracht des großen Erfolgs und Akzeptanz des Autokäufers gegenüber einer zweiten Tankbelastung neben Treibstoff entwickelte der VDA nun einen Schritt weiter. In Zusammenarbeit mit in der Automobilindustrie verankerten Unternehmen stellte man jetzt AdOrange als zweites Additiv vor. AdOrange trägt zu einer noch sauberen, effizienteren Reduktion der Stickoxide vor und ergänzt AdBlue. Letzteres kann bis zu neunzig Prozent der schädlichen Schadstoffe verringern – AdOrange soll sogar noch ein ganzes halbes Prozent drauflegen.

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Von wegen „Fragen kostet nichts“ – Neuer Kostenkatalog kippt Regel

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Es war ein gewöhnlicher Tag für Mathilde Grunzbichler aus Oberunterhinterhausen. Ein Donnerstag, an dem sie ihren bald ablaufenden Personalausweis verlängern wollte. Nicht schlecht staunte sie dafür, als sie die Sachbearbeiterin fragte, ob sie dafür das alte, zu ändernde Dokument benötige.

Denn anstatt eine Antwort zu bekommen, stand die Dame hinter dem Tresen wortlos auf, holte aus und legte Grunzbichler die von Schwielen bewucherte Hand mit großem Schwung ins Gesicht. Nachdem Grunzbichler ihre Brille wieder zurechtrückte und die Sachbearbeiterin darauf aufmerksam machen wollte, was das denn solle, zeigte diese nur auf ein Schild.

„Fragen ab sofort kostenpflichtig. Dumme Fragen werden sofort sanktioniert. Bitte Kostenkatalog beachten!“

„Und deshalb bekam ich eine geballert?“, fragte Grunzbichler, da sie es nicht glauben konnte. „Freilich“, sagte der Kollege der Sachbearbeiterin, der gerade auch ins Büro kam, und verabreichte ihr eine Kopfnuss. „Und dumme Fragen kosten erst recht. Gesundheit und Geld.“

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