Sicher ist, wer sowas spotted, dessen Geist schon ist verrottet

Ich weiß nicht, was es mit all den dämlichen Spotted-Seiten auf sich hat, wo jeder irgendjemanden sucht. Wer es nicht schafft, die Person der Interesse in den dreißig Minuten anzusprechen, in welcher sie neben einem stand, hat die Person einfach nicht verdient. Punkt. Aus. Ende Amen. Und wenn eine Begegnung nicht zustande kam, nun, es wird schon irgendeinen Grund haben.

Dies vorbemerkend kann man immer die stets gleichen Einträge der gleichen Idioten bemerken, die ich in folgender Liste erläutern werde:

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In jeder Hinsicht waren sie das Wahre, die 80er- und 90er-Jahre

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Im Grunde dürften ich und zahlreiche andere schon gar nicht mehr leben.

Aus Sagen und Legenden wird berichtet, dass diejenigen, die vor 1990 geboren wurden, die letzte Ära der Unzerstörbaren darstellen. Gründe mag dies viele haben, doch sticht einer ganz besonders und offensichtlich heraus: Die damalige Generation war nicht so komplett dämlich und geistiges Untergrundfliegertum wie der Gro der Neuzeit. Was unter anderem daran liegt, dass wir damals mit der besten Musik überhaupt aufwuchsen, die größten Klassiker im Kino sehen durften, das Wort Internet noch im Fremdwörterlexikon existierte, es ergo solchen Scheiß wie Facebook, Twitter und den ganzen (a)sozialen Rest noch nicht gab und wir noch Werte wie Anstand, Respekt und Achtung vermittelt bekommen haben – und ebenso gelebt haben, wie wir es immer noch tun.

Doch zurück zum Anfang, womit ich einen weiteren Grund anführen will, warum wir unzerstörbar waren: wir waren es einfach! 😀 Warum genau, nun, da kann ich nur mit den Schultern zucken. Aber jeder, der auch das Glück und den Segen hatte, in oder vor diesem Zeitrahmen geboren worden zu sein, wird mir zu ungefähr vierhundert Prozent zustimmen.

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Von Millionenerbe, Standhaftigkeit, Models und Frühstücksfleisch

Wie mysteriös dreist das doch ist: Die Gesichtsheft-Werbung empfiehlt mir auf der rechten Seite neben dem Newsfeed ständig zwei Dutzend Datingseiten, wo zufällig, ja so ganz rein zufällig in meiner Region laut seriösem Profilbild halbnackte Topmodels in Doggystylestellung oder versehentlich herausgefallener Brust im Alter von 25 bis 29 Jahre ganz genau und *nur* auf mich warten, bis ich sie endlich anklicke.

Ooooder ich werde via Werbebanner stets gefragt, ob ich denn nicht auch interessiert wäre, mit einem ziemlich simplen, aber doch recht einfachen Trick mindestens, ja mindestens 3.000 Euro am Tag zu verdienen, so wie in etwa der dämlich grinsende Herr neben dem Lamborghini, dem Porsche oder dem Ferrari auf dem mit MS Paint zusammenkopierten Bild.

Wie vermisse ich doch die Zeiten, wo man noch seriöse eMails aus Afrika erhalten hat, wo ein ganz überraschend zum Millionär gewordener Prinz Akbaru mir die Hälfte seines Vermögens überlassen möchte, und ich müsse doch nur die Bankdaten schicken, der feine Herr würde sich um den Rest kümmern.

Und das alles nur, weil sich herausgestellt hat, dass ich weitschichtig mit der Tochter des Bruders der Nichte, deren Elektriker zwei Söhne hat, dessen Halbschwester wiederum des zweiten Sohnes aus erster Ehe wiederum gar nichts damit zu tun hat, aber die einen hervorragenden Kellner kennt, dessen verkrüppelter Stiefvater vor zehneinhalb Monaten einen Gärtner auf Minijobbasis angestellt hat – welcher, und das muss man sich echt mal vorstellen und auf der Zunge zergehen lassen, mich überhaupt nicht kennt! Aber mit mir verwandt ist. Und da es diesen Herrn eben die letzten Tage offensichtlich beim Scheißen gehen komplett zerlegt hat und bedauerlicherweise kein Testament geschrieben wurde, bin ich eben der einzige Erbe. Ja, so klein ist die Welt, nicht?

Oder die mindestens genau so seriösen Angebote via eMail, ob ich denn nicht interessiert wäre, meine Männlichkeit erstens um lächerliche 25 Zentimeter zu verlängern und zweitens die Standhaftigkeit dessen nicht nur zeitlich um vierzehn Stunden zu verbessern, sondern – wie eigentlich beworben – quasi gleich auf Dauerflaggenhissung umzustellen.

Was vermisse ich diese Zeiten. Spamming ist eben auch nicht mehr das, was es mal war. 😦