Vorbei fuhr er mit lautem Tönen, und durfte dafür gleich auch kräftig löhnen

Na, das hat sich sicher gelohnt.

Da fährt man von Regen nach Zwiesel, ehe man nach der Ausbaustrecke vor Schweinhütt plötzlich einen Mofafahrer vor sich hat. Also tuckert man hinterher. Weil, macht mir nichts aus. Weil, durchgezogener Mittelstreifen. Weil, Kurven. Weil zudem unübersichtlich wie Sau und ich generell nicht überhole, wenn ich nicht hundertprozentig weiß, dass ich es nicht schaffe, ohne jemanden leicht mit dem Spiegel, dem Unterboden oder mindestens drei Reifen zu touchieren. Egal, ob es sich um eine alte Oma oder sonst wen handelt. Als Verfasser des offiziellen inoffiziellen Knigge für alle Verkehrsteilnehmer weiß ich schließlich, auf was es ankommt. Weiterlesen

Und bei jedem Wiederholen, mussten alle kräftig lolen

Titten! So, Aufmerksamkeit erfolgreich hergestellt, weiterlesen!

Auch nicht ganz unvergesslich, wenn man einen leicht dementen Herrn im Rollstuhl durch das Krankenhaus schiebt. An und für sich nicht sooo spannend und nennenswert. Dem Voraus ging jedoch ein Gespräch während der Hinfahrt. Dabei ging es unter anderem um das Thema, mit welcher Arbeit er seine Lebenszeit beschritten hat.

Als Glasbläser in der Glashütte war er lange tätig, wie sich herausstellte. Hier bei uns unterniedersten und hinterletzten Niederbayernmenschen, die es mit der, nun, sagen wir kommunikationstechnischen Qualität fast schon mit keilenden Rottweilern aufnehmen können, auch nur als d’Hittn bekannt. Gut also, wenn genau dann dieses Wörtchen als einziges wie bei einer Schallplatte einen kleiner Hänger hat und von ihm dauerwiederholt wird.

Ohne Kontext und für Außenstehende war es dann natürlich „Titten. Titten. Titten.“ was er stets in nicht minderer Lautstärke von sich gab, als wir die plötzlich seeehr langen Flure entlang fuhren 😀

Ich gedenke und bin mir sicher, auch einmal so zu enden, wenn ich alt bin. Ganz sicher.

Nur, dass es bei mir halt nicht unbedingt mit einer Glashütte zu tun haben wird. 😀 Selbst dann, wenn ich in einem Haus mit vielen Toiletten wohnen sollte.

Und all diese Verkaufsoffenen, sind doch eh nur für die Besoffenen

Na, dieser einen Bedienung letztens am verkaufsoffenen Sonntag saß aber auch der Schalk im Nacken. Da bestellt man zu zweit ein Wasser und eine Spezi. Sie kommt an den Tisch und fragt „Für wen war das Wasser?“. „Für mich“, entgegne ich, womit sie mir das Getränk hinstellt. „Und die Spezi?“, schaut sie abwartend in die zweiköpfige Runde, bis sich der Übrige meldet. War ja auch verdammt schwer auszubaldowern, wem denn nun dieses noch übrige Getränk denn gehören könnte. 😀

Später dann: „Wir möchten bitte bezahlen.“ „Getrennt oder zusammen?“ „Getrennt.“ „Also zusammen?“ „Nein, getrennt.“ „Zusammen?“ „Nein, getrennt.“ „Eine Rechnung also?“ „Nein, zwei, jeder zahlt für sich.“ Dann kommt sie wieder, legt nur eine Komplettrechnung auf den Tisch. „Wir wollten aber getrennt bezahlen.“ „Ach so, ich dachte zusammen!“ „Nein, getrennt. Wir wollten getrennt bezahlen.“ „Hatten Sie das vorher gesagt?“ „Nur vier Mal ungefähr und wahrscheinlich einmal zu wenig.“

Da weiß man sofort, wer sich heute am ver(kauf)soffenen Sonntag in Zwiesel vor Dienstantritt noch ein halbes Dutzend *richtig* Kräftige in den Ansaugstutzen gezaubert hat. Aber so ist’s halt mal, und wir Bayern als dickbauchiges, merkwürdiges und biervernichtendes Völkchen kennen es ja auch nicht anders 😀