Inoffizieller Knigge für alle Verkehrsteilnehmer (Denn es herrschte selten bis noch nie, im Verkehr so viel Anarchie)

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Herzlich Willkommen beim brummbrummquietsch’en offiziellen, inoffiziellen Knigge für jedermann und jeden einzelnen Teilnehmer im Straßenverkehr! Für die nicht nur technisch Unversierten und im korrekten Verhalten Vollkastrierten, sondern auch für diejenigen, die sich optimal im Verkehr benehmen wollen.

Verkehr, Verkehr, und es wird immer mehr.
Verkehr, Verkehr, Verkehr, viel zu viel und immer mehr.

Bevor Sie also versuchen, sich selbst, Ihr Ego und Ihr Fahrzeug in den Straßenverkehr einzupflegen, sollten Sie sich bitte kurz etwas Zeit nehmen, folgendes Regelwerk zu beherzigen. Die Reihenfolge der aufgelisteten Punkte ist nicht von Wichtigkeit, aus welchem Grund Sie allen Punkten gleiche Aufmerksamkeit zukommen lassen sollten. Insofern zutreffend und nach Möglichkeit, versteht sich. Schließlich versucht jeder, seinen Teil zum Straßenverkehr beizutragen. Und jeder gibt sein Bestes. Suchen Sie sich daher das für Sie Zusprechende heraus und handeln Sie in diesem Krieg nach bestem Wissen und Können.

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Denn im Krieg sollte man sich auch nicht genieren, mit Nachdruck alles zuzubetonieren

Als ich letztens früh im Einkaufszentrum unserer Stadt die Toilette verließ, hielt ich die Tür für einen älteren Herrn auf, den ich kenne. »Guten Morgen!«, begrüßte ich ihn freundlich, während wir uns passierten und er im Vorbeigehen mit einem unbeschreiblich wissenden Grinsen erwiderte: »Oh ja, den werde ich gleich haben.«

Ich will ja nicht übertreiben hier (nein wahrlich nicht!), aber seinem Gesichtsausdruck nach zufolge hatte der noch Großes, und ich meine wirklich Großes vor. Da stand kein einfaches Vorhaben mehr an, nein, nein, liebe Gefolgsleute. Dieser gute Mann zog in den letzten Krieg. Und lasst Euch gesagt sein, der Sieg strahlte mir bereits da aus seinen Augen entgegen.

Dies würde ein innerer Krieg werden, für welchen er alle Register ziehen und schwerste Geschütze ausfahren würde. Und als sich die Türe letztlich hinter mir langsam schloss und er noch im nächsten Moment damit begann, den Thron ein letztes Mal für dieses Ultima ratio zu besteigen, da wusste ich, dass ein neues Kapitel geschrieben werden würde.

Ganz ehrlich? Von einem normalen Geschäft im Sinne von Zubetonieren, den Fliegerhorst neu zu zimmern oder kräftig Massivzupflastern konnte hier gar keine Rede mehr sein. Dass, was dort anschließend im Gange war, zu geschehen, besaß schon eine Dimension, deren bildhafte Beschreibung in Worten jegliche zumutbare Härte übertreffen würde.

Und ich denke nicht, dass er sich an die Gebrauchsanweisung gehalten hat. Oder es war mal wieder dieser eine Tag.

Das Geschäft vom Mensch, ob groß, ob klein, ist Zeuge dass er ist ein Schwein

Eh, ich will ja nicht, wie üblich, mit einer kleinen Hyperbel als Stilmittel glänzen, aber wenn ich die öffentlich-sanitäre Einrichtung(en), die ich vor geraumer Zeit vorgefunden habe (und wohl auch stets überall vorfinden werde), mit wenigen Wörtern wahrheitsgemäß beschreiben müsste, wäre „bis sowas von dermaßen unter die Decke komplett angebrunzt und zugeschissen“ wahrlich noch sehr schmeichelhaft ausgedrückt.

Nein, echt jetzt, mal eine Frage: Denken manche Menschen, das weißporzellanige Ding da in dem Raum dient nur als Weiterlesen