In jeder Hinsicht waren sie das Wahre, die 80er- und 90er-Jahre

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Im Grunde dürften ich und zahlreiche andere schon gar nicht mehr leben.

Aus Sagen und Legenden wird berichtet, dass diejenigen, die vor 1990 geboren wurden, die letzte Ära der Unzerstörbaren darstellen. Gründe mag dies viele haben, doch sticht einer ganz besonders und offensichtlich heraus: Die damalige Generation war nicht so komplett dämlich und geistiges Untergrundfliegertum wie der Gro der Neuzeit. Was unter anderem daran liegt, dass wir damals mit der besten Musik überhaupt aufwuchsen, die größten Klassiker im Kino sehen durften, das Wort Internet noch im Fremdwörterlexikon existierte, es ergo solchen Scheiß wie Facebook, Twitter und den ganzen (a)sozialen Rest noch nicht gab und wir noch Werte wie Anstand, Respekt und Achtung vermittelt bekommen haben – und ebenso gelebt haben, wie wir es immer noch tun.

Doch zurück zum Anfang, womit ich einen weiteren Grund anführen will, warum wir unzerstörbar waren: wir waren es einfach! 😀 Warum genau, nun, da kann ich nur mit den Schultern zucken. Aber jeder, der auch das Glück und den Segen hatte, in oder vor diesem Zeitrahmen geboren worden zu sein, wird mir zu ungefähr vierhundert Prozent zustimmen.

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An was man erkennt, dass man einen Level 85 Hexenmeister im Freundeskreis hat

Bei manchen Menschen ist der Unterschied zwischen Realleben und der digitalen Welt fließend und für sie selbst kaum noch zu bemerken. Und meistens sogar so fließend, dass es nicht selten zu amüsanten, auch peinlichen Geschehnissen führen kann.

Folgende Situation: Man sitzt gemütlich mit Freunden zusammen und entscheidet sich, auf eine Partie Billard auszurücken. Stets treu dem „The more the merrier“ – Prinzip folgend, schreibt man Nachrichten via SMS oder ruft ein paar Leute an, wer noch Interesse hat, mitzukommen. Somit ruft man auch einen gewissen Freund an, welcher in letzter Zeit etwas dadurch aufgefallen ist, dass er ein bisschen tief in gewissen Onlinewelten versunken ist.

*betreffende person anruf*

„Hey [Name], na, wie sieht es aus, hast Du vielleicht Lust, mit uns zum Billarden zu gehen?“

„Ähm, nein, ich kann nicht, weil ich der Einzige bin, der unter Wasser atmen kann.“

*aufleg*

Das war der Moment (wir riefen via Freisprecheinrichtung an), wo uns ein kurzes, aber sehr zartes LOL entkommen ist und bis heute andauert. Nun, hätte er wenigstens etwas Kontext hinzugefügt und erwähnt, dass er sich gerade in der pikanten Endphase eines massiv gespielten Mehrspieleronlinerollenspiels befindet und seine dort bis dato erlangten Spezialfähigkeiten von essentieller Natur sind, welche sich in direkter Relation zum angestrebten Erreichen des Ziels seiner Gilde befinden, dann wäre es noch verständlich gewesen.

Doch nein, schließlich muss man als Außenstehender ja wissen, was damit gemeint ist. Wehe dem, der es nicht tut!

PS: Ich spielte nie WOW und werde auch nie ein solch unglaublich langweiliges Videospiel spielen (schließlich habe ich so etwas wie ein Leben und was viel Besseres), womit ich auch nicht weiß, ob es überhaupt so etwas wie einen Level-85-Hexenmeister gibt. 🙂