Das kannst du schon so machen, doch dann werden alle lachen (und die Knochen sauber krachen)

Diese Videos auf YouTube sind schon unterhaltsam, in denen die Gefilmten wahrhaftig der Ansicht sind, dass möglichst schnelle, unsaubere Liegestützen im minimalsten Bewegungsumfang von höchstens fünf Zentimeter nützlich sind. Oder dass die ganzen Cross-Shit-Schwunghol-Klimmzüge (siehe hier) ansatzweise was bringen, wenn sie wie unter Strom gesetzte nasse Intimwaschlappen während eines epileptischen Anfalls rumzappeln und es toll finden, dass sie dreißig Klimm“züge“ schaffen.

So sähe es sehr gut und korrekt aus.
So sähe es sehr gut und korrekt aus.

Auch wenn das Trainingskonzept zweifelsohne sehr stimmig sein mag und auch fit macht, bringen Hochgeschwindigkeitsausführungen bei Klimmzügen nur eines: nichts und überstrapazierte, kaputte Handgelenke. Solche Übungen mit Schwung sind so sinnvoll wie Kniebeugen mit dem Flaschenzug zu erleichtern. Zehn saubere Klimmzüge sehen immer besser aus und nützen mehr als solch ein lächerliches Rumhampern, wo man nicht weiß ob man nun klatschen oder den Strom von der Eisenstange nehmen soll.

Das ist ungefähr so als würde man wetten, dass man schneller als der andere die Treppe runterlaufen kann und sich dann absichtlich selbst den Fuß stellt, um auch ganz sicher als Erster unten anzukommen. Fazit: Das kannst du schon so machen, aber dann bist du halt bescheuert.

Ansonsten scheint die Faustregel zu gelten: Lieber zu viel, zu schnell und komplett falsch als gar nicht, eh?

Bildquelle:
https://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/4/40/Pullup.gif,
Extremistpullup at the English language Wikipedia [GFDL (http://www.gnu.org/copyleft/fdl.html) or CC-BY-SA-3.0 (http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/)%5D, via Wikimedia Commons

Ein Schlüssel und ein Schussel ergeben mit kaum Dussel viel Verdrussel

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Neben dem ersten Part meiner lange zurückliegenden Alltagsgeschichte von 2004 rum dürfte diese hier eine der ersten sein, die ich in Form einer eMail an Leute versandt habe. Das war 2009. Für diesen Blog hier wurde sie nur minimal umgeschrieben (korrigiert) und kann als weiterer Vorreiter der brummbrummquietschenden Ära bezeichnet werden.

Ein Pionier schlechten Geschmacks also. Und schon geht’s los:

Schöne Wohnung, eh?
Schöne Wohnung, eh?

Da ich in den vergangenen zwölf Monaten erst zwei Mal umgezogen bin, verspürte ich Lust, es wieder mal anzugreifen. Gesagt, getan. Die mittlerweile siebte oder viel zu vielte Arbeitsstelle ließ dies örtlich zu, weshalb ich das ganze Tohuwabohu wagte. Auch bei dieser Wohnung ist es wie immer in unser aller Leben: Eine ganze Ewigkeit geschieht gar nichts, ehe auf einen Schlag alles auf einmal kommt. Nach erst erfolglosen Anrufen bei anderen Wohnungen (besser gesagt bei dessen Vermietern. Immobilien sind nicht sehr gesprächig) stieß ich auf diese Wohnung hier. Angerufen, keine Stunde später Wohnung besichtigt, zugesagt, noch nicht mal eine Woche darauf hatte ich schon die Schlüssel. Maler und Teppichbodenleger waren mit ihrer Arbeit auch schon fertig, also konnte ich es angreifen.

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