Mit viel Gespür voll in die Tür, bis erschien Walter der Schädelspalter

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Ja. Mitten in der Nacht auf die Toilette zu müssen ist manchmal schon nervig. Gar lästig. Und nicht nur manchmal, sondern eigentlich immer. Sich schlaftrunken aus der behaglichen Wärme der Bettdecke (und womöglich auch Partners) zu schälen, nur, um die Getränkerückgabe aufzusuchen.

So erging es auch mir damals in meinem Jugendzimmer. Jenes war zuerst eine Werkstatt, wurde dann aber zur Rumpelkammer umfunktioniert und schließlich als entlegenes Gästezimmer genutzt. Daher ist es seit Beginn des Anbaus ans Haus mit einer metallenen Werkstatttüre ausgestattet. Sich immer durch herunterhängende Pfannkuchen durchzufressen war auf Dauer schließlich etwas teuer und figurverschlechternd, aus welchem Grund Vattern Weiterlesen

Die Nominierung war wohl klar in diesem Fall, und noch immer höre ich meines Namens Hall

Es ist mittlerweile fast zehn Jahre her, doch an Peinlichkeit hat es quasi nichts verloren. Ein Schwank aus meiner bescheuerten Jugend sozusagen, ehe die Behinderung das nächste Level des Erwachsenseins erreichte.

Damals, in der dreitägigen Probearbeit in einem Elektrobetrieb, war ich mit einem Gesellen dabei. Wir fuhren zu einem Haus, dessen riesiges Wohnzimmer komplett umgebaut wurde, ergo auch alles Elektrische. Wir machen uns also ans Werk. Ich habe Schlitze gestemmt, Löcher für Steckdosen gefräst, das halbe Wohnzimmer bei dem Prozedere in Schutt und Asche gelegt.

Dann, wir waren mit den Grobarbeiten fertig, schaue ich so durch die Wohnung, sehe den ganzen Bauschutt und sage: „Boah, möchte ja wissen, welcher Trottel das jetzt alles aufräumen darf.“

Darauf der Geselle: „Mei, dieser Trottel wirst dann wohl schon du sein.“

Selbst über eine Dekade danach frage ich mich noch: Warum nur?