Dieser Artikel ist Satire. Das heißt der Inhalt ist frei erfunden, fiktiv und frivole Spekulation, spiegelt also nicht das echte Produkt wider. Wenn Du korrekte Infos zu Papyrus suchst, bitte die offizielle Seite besuchen!

Dezember 2024 erscheint Papyrus Autor, Version 12. Doch ist es keine Schreibsoftware mehr, sondern eine omnipotente künstliche Intelligenz, die das Buchwesen revolutionieren wird.
Inhaltsverzeichnis
Am Anfang war das Wort
Mensch + Maschine = Meisterwerk?
Funken, Feuer, Flammen!
Eine Zeile für die Unendlichkeit
Bildquellen
Am Anfang war das Wort
Wer das Internet nach einer Alternative für Notepad und Microsoft Word befragt, wird rasch auf Papyrus Autor stoßen. Das von der R.O.M. Logicware GmbH aus Berlin entworfene Programm ist ein leistungsstarkes Programm, maßgeschneidert für Autoren von Romanen.

Das liegt nicht zuletzt an der satten Palette an Features, begonnen mit dem offiziellen Duden Korrektor samt Thesaurus. Abgerundet von Helfern wie einer Stilanalyse, die Wortwiederholungen, überlange Sätze, Floskeln, Füllwörter und Häufung von Adjektiven farblich markiert. Entwickelt wird das Programm unter anderem von Ullrich Ramps, Geschäftsführer der R.O.M. Logicware und Mitentwickler von Papyrus Autor. Grundideen für Stilanalyse kamen unter anderem von Bestseller-Autor Andreas Eschbach.
Papyrus Autor ist sozusagen nicht nur die Mercedes S-Klasse unter den Schreibprogrammen, sondern der hochperformante AMG und wertvoller Begleiter, wenn es ums Schreiben geht. Aber wenn das Programm so viel nachhilft, muss der Autor dann selbst überhaupt noch was machen?
Akzeptanz erfährt schon lange, Schreibsoftware, Thesaurus und Duden zu nutzen und die Kunst der Logik und Technik zu unterwerfen. Diese Werkzeuge sind für den Autor, was Autotune für Sänger, Photoshop für Fotografen und DaVinci Resolve für Regisseure ist. Das Anabolsteroid und Katalysator der schreibenden Kunst.
Mensch + Maschine = Meisterwerk?
Der Mensch liefert die Idee, die KI formt das Produkt, macht es erst zu einem. Ein immer gleiches Prozedere. Ob der Autor den Geistesblitz auf einen Notizblock kritzelt, mittels eines Programms eingetippt, durch Spracheingabe überträgt oder von einer KI schreiben lässt, ist am Ende zweitrangig. Allem voran aber ist es eines: Mühselig und zeitraubend.
Mit Version 12 will die R.O.M. Logicware aus Berlin dem altbackenen Image des Buchschreibens verabschieden. »Wie oft wird behauptet, ein Autor stecke so viel Zeit, Energie, Herzblut und Recherche in ein Buch. Weiter könnte das nicht von der Wahrheit entfernt sein«, weiß Ramps, den wir für ein kurzes Interview gewinnen konnten. »Auf jeden geschriebenen Satz folgen Dutzende Abänderungen, Korrekturen, Löschungen. Rein von der Quantität betrachtet schreibt man sieben Bücher, bevor man eines schreibt.«

»Bereits jetzt erfährt jeder Buchautor Unterstützung lernender Software, ohne es zu wissen. Sei es das Programm zum Organisieren von Ideen, eines zum Niederschreiben, andere für Korrektur, Stilanalyse und Lektorat. Später folgt Software fürs Setzen des Layouts, Erschaffen des Buchcovers. Schon jetzt wird KI genutzt, um innerhalb weniger Stunden, wenn nicht Minuten, Hörbücher zu erzeugen und auf Audible anzubieten.«
»Und nun folgt eine wichtige Frage: Was, wenn eine KI gäbe, die eine Idee nimmt und sie auf Anhieb richtig macht? Den mühsamen Schritt des Niederschreibens übernimmt? Den der Überarbeitung? Des Lektorats, Korrektorats, Pitcherschaffung, Covergestaltung, Buchrückentext? Genau diese Frage wird Papyrus Autor, Version 12 beantworten.«
„Papyrus Autor soll es nicht nur ermöglichen, sondern machen.“
(Slogan von Papyrus Autor 12)
Mit Version 12, die der Numerologie huldigend am 12.12.2024 veröffentlicht werden soll, will das Entwicklerteam die Konkurrenz nicht nur, wie bisher, im Staub lassen, sondern endgültig abhängen. Angesichts der aktuellen Entwicklung und der Tatsache, dass Alternativprogramme wie Drama Queen bereits KI einsetzen, gab es nur eine Möglichkeit dies zu tun. Künstliche Intelligenz sollte nicht nur in Papyrus Autor integriert werden, Papyrus Autor sollte eine künstliche Intelligenz sein.
Funken, Feuer, Flammen!
»Prinzipiell ist es jetzt schon mit diversen künstlichen Intelligenzen möglich, einen ganzen Roman zu schreiben; wir aber haben sie gezielt programmiert und massives Maschinenlernen eingesetzt«, erklärt ein Mitentwickler aus dem Team. Der Crawler unserer KI durchstöberte von Anfang an das Internet. Jeder Zeitungsartikel, jede Bibliothek, Buchreihe, Forum, analysierte ganze Enzyklopädien, Bestseller und populäre Bücher, um hinter das Geheimnis eines guten Buches zu kommen.«
Dabei wurde klar: Oft erwähntes Herzblut, Gefühl und Liebe, wie Autoren oft meinen, es in ein Buch gesteckt zu haben, hat damit überhaupt nichts zu tun. Ein Buch, egal wie erfolgreich oder nicht, ist objektiv und in den Augen einer Maschine nur eine Anhäufung von Buchstaben des stets gleichen Alphabets. Dazu ein paar Leerzeichen, Zahlen und Satzzeichen. Einziges Ding, das ein Buch vom anderen unterscheidet, ist die Idee dahinter.
»Die Idee ist stets der Funken, der ein Projekt entflammt. Daher nannten wir die KI auch SPARK, Englisch für Funke. SPARK selbst ist ein Akronym für Superior Papyrus Autor Roman-Kunstintelligenz.«

Es gibt nichts, zu was SPARK nicht in der Lage ist. Erstellen eines ganzen Romans auf Grundlage eines Pitches, Umschreibung eines Charakters auf ein anderes Geschlecht, Änderung der kompletten Perspektive des Buches, Genrewechsel, Alterswechsel (beispielsweise von einem Horrorbuch zu einem harmlosen Kinderbuch). Ein Algorithmus erfasst, wie lange ein Satz sein darf, ein Absatz, ein Kapitel, wie viele Fachwörter und Fremdbegriffe erträglich sind, um für ein angenehmes Leseerlebnis zu sorgen.

Ebenso Korrektorat eines vorhandenen Werkes, Erstellen von Exposé, Buchrückentext, Cover und Posts für soziale Medien zum Vermarkten. Es ist sogar möglich, SPARK den ersten und zweiten Teil einer Romanbuchreihe analysieren und die KI Fortsetzungen schreiben zu lassen. Alles, was es braucht, ist eine kurze Eingabe in das Textfeld.
Auf Wunsch spricht SPARK mit einem – mit männlicher oder weiblicher Stimme, wobei eine maskuline Sprachgeneration voreingestellt ist. SPARK weist einen auf Denkfehler hin, liest den Text vor oder macht aufmunternde Bemerkungen. Sichtlich abgespeckt hat dafür das Interface. Statt der gewohnt aufgeräumten, intuitiv gestalteten Benutzeroberfläche gibt es lediglich noch eine Eingabemaske, wie man es schon von allen Chatbots wie ChatGPT, Neuroflash, Jasper und Konsorten kennt. Ein Bild dürfen wir davon noch nicht posten, da es noch in der Probephase ist.
Eine Zeile für die Unendlichkeit
»Da SPARK nur noch via Text- oder Spracheingabe funktioniert, verschwindet das Interface an sich. Und mit ihm alle Schaltflächen und sogar das Menü. Wenn man etwas will, schreibt man es in das Eingabefeld oder tätigt es via Spracheingabe«, so eine Vorführung in den Geschäftsräumen. »Ein Novum für die Benutzer ist das nicht«, heißt es von einem Mitarbeiter, der uns mit einer knappen Eingabe die noch verbliebenen Teile der Game Of Thrones – Reihe kredenzt, dann aus rechtlichen Gründen aber wieder aus dem System löschen muss.

»Jeder spricht mit Siri, Google, Alexa und dem Copiloten, lässt Nachrichten verfassen, Routen planen oder die Heizung zuhause steuern. Wir sind uns sicher, bei den Nutzern eine rasche Adaption zu sehen.«
Version 12 ist übrigens die finale Version und die Versionsnummer soll im Laufe des nächsten Jahres ausgeschlichen werden. »SPARK ist eine sich selbstentwickelnde und stets dazulernende KI«, heißt es. »So etwas aber bedarf viel Energie und hoher Rechenleistung. Da die Gesamtheit der Rechenoperationen mittels eigener Hardware erfolgt, werden wir auf ein monatliches Bezahlmodell umsteigen müssen.«
Wie gewohnt gestaltet sich die Preisgestaltung fair. So will R.O.M. Logicware die Auslastung jedes einzelnen Nutzers als Maß für den Monatspreis berechnen. Heißt: Wer mehr erschafft und erschaffen lässt, wird kräftiger zur Kasse gebeten. Der genaue Preis steht noch nicht fest, oder wurde uns nicht genannt.
Fest steht dafür: Papyrus Autor bleibt mit SPARK erst recht bezahlbar unbezahlbar.
Bildquellen
Das Mikrofon:
Urheber: Wallace Chuck, Pexels
Das Logo von SPARK:
Erschaffen mit dem Microsoft Copilot / ChatGPT
Das Bild mit der Feder im Buch:
Erschaffen mit dem Microsoft Copilot / ChatGPT
Das Hintergrundbild im Artikelcover:
Urheber: Ivo Rainha, Pexels
Die Glühbirne:
Urheber: LED Supermarket, Pexels
Die Taste:
Urheber: Darren Halos, Pexels
