Da gehst ja freiwillig vor die Hunde, bei dem Gestank dort aus dem Munde

Lieber Weltenerschaffer, warum bist du eigentlich so unglaublich scheiße? Oder warum schaffst du es, dass ich stets genau auf die Menschen treffe, die zwei zueinander absolut inkompatible Eigenschaften kombiniert besitzen?

Ich verstehe es, dass es viele unterbelichtete, zum Erschlagen dumme Affentrottel gibt, die wir in unserer Mitte akzeptieren müssen. Auch, dass wir sie nicht standesrechtlich erschießen dürfen. Und Warnschilder und Hinweise anbringen müssen, damit sich diese hirnfremden Arschlochkrampen und Darwinpreis-Dauergewinner nicht selbst aussortieren. Irgendwie muss es ja doch Abtrennungen zu uns Menschen geben, die zu normalen, kognitiven Denkstrukturen in der Lage sind. Dass du diesen minderbemittelten, parolenbrüllenden Stammtischbrunzern auch noch von Geburt an eine überaus generöse Portion Geltungsdrang und Besserwissertum verabreichst und sie damit meinen, alles besser wissen zu müssen und stets ihre dämliche Sauschnauze aufreißen, obwohl sie noch nicht einmal ihr eigenes Geschlecht beziffern, geschweigedenn eigenen Namen buchstabieren können, weil sie bereits um elf Uhr vormittags sturztrunken sind, das verstehe ich noch.

Nur zähneknirschend und mit der allerletzten Viertelunze meiner nur noch kärglich vorhandenen Menschenliebe kann ich hingegen diejenigen akzeptieren, die einen solch lahmarschigen Gang drauf haben, dass man sie nur ZU gerne mit einem nagelversehrten Holzlatte beschleunigen würde. Besonders, weil sie neben dieser Eigenschaft noch im gleichen Augenblick stets die Angewohnheit haben, möglichst diagonal die Straße zu überqueren, anstatt im rechten Winkel und sieben Meter weiter, wo sich ein Zebrastreifen befindet. Und dann noch ganz empört ihre dämliche Scheißfresse aufreißen, weil jemand mit seinem Automobil die Straße benutzt und vorbei will. Jeder stimmt zu, dass diese achtzig Peitschenhiebe auf die nackten Sohlen und mindestens doppelt so viel Genickwatschen verdient haben. Simultan ausgeführt. Doch nein, ich respektiere auch diese. Und die sind auch nicht das Problem.

Aber warum treffe immer ich auf genau diejenigen, die gleichzeitig unter Mundfäule und nicht auszuhaltendem Mundgeruch leiden und genau in *der* Etikettenstunde gefehlt haben, als wir die eine Sache mit der persönlichen Sicherheitszone und -abstand durchgenommen haben? Es ist ja schon nervig, wenn jemand bei einem Gespräch so wenig Abstand hält, dass man die Nasenhaare des Gegenübers einzeln zählen kann und nur die Zunge ausstrecken müsste, um den Geschmack seines Augapfels kosten zu können. Wenn dieser jemand aber dann noch aus dem Mund einen Odem von Gülle verbreitet, der einem den olfaktorischen Sinn komplett annulliert und zudem das Augenwasser zum Umkippen bringt, dann ist das nicht mehr schön. Wieso wurden bei diesen auch die Orte für Nahrungs-Input und Nahrungs-Output vertauscht? Und warum ist es so, dass so viele Nicht-Frühstücker ebenso Vielraucher sind und sowohl die orale morgendliche Pflege als auch das Frühstück nur durch eine Schachtel Zigaretten ersetzen? Wer macht denn sowas? Ich kann mich nur wiederholen: Das ist nicht schön.

Nein. Wirklich nicht mehr schön. Denn da möchte man einfach nur noch zuhauen. Man weiß nur nicht so recht, wohin. Dem anderen auf die Zwölf, damit der unerträgliche Gestank durch Abstandsgewinnung erreicht und die verpasste Stunde der Etikette nachgeholt wird. Oder sich selbst ins technische KO, damit die barmherzig angenommene Bewußtlosigkeit dem sich aktivierenden Brechdrang zuvorkommt.

Wie auch immer. Solltest du das lesen, lieber Weltenerschaffer: Kannst du das bitte beim nächsten Update berücksichtigen? Danke schon mal im Voraus, du verdammter Trottel. Ich würde es sehr begrüßen.

Warum die Menschheit trotz des Mammuts Eberhard, sich immer noch sehr fleißig paart

„Natural Brain Power“ las ich heute auf so einem kleinen Giftbehälter bei der Quengelware, der sich als „Shot“ für die Dummen tarnt und wohl ein konzentrierter Energydrink sein soll.

Ja, natürliche Gehirnkraft also.

Und zwar so natürlich, dass schon die Neandertaler vor einhunderttausend Jahren die Wirkung davon zu schätzen wussten, als sie die quietschfarbenen Plastikfläschchen mit bunten Lettern vom Strauch ernteten. Unvorstellbar, hätten die zum Beispiel nur Wasser zum Trinken gehabt! Ich mein, die mussten damals ja doch ziemlich fit sein, wenn der böse Obermammut Eberhard saftig um die Ecke trötete und erlegt werden wollte.

Somit sind diese Shots genau das, was auch unsere pseudo- und schokocrossfitte Schreibtischdauersitzergesellschaft braucht.

Ganz ehrlich, man frage sich selbst, wie sollte man sonst über den Tag kommen? Nach zwei gesüßten Milchkaffees, einem Schokocrossaint und zwei Marmeladebroten zum Frühstück, zwei Butterbrezn, einer warmen Leberkässemmel samt Spezi zur Brotzeit, einer XXL-Currywurst mit Pommes und einem Liter Limo zum Mittag uuund nach insgesamt acht Stunden Bürositzerei braucht man dann doch nach Feierabend einen kleinen Energieschub, um sich ins Auto nach Hause (500 Meter weiter) und anschließend auf die Couch hieven zu können.

Gut, dass Mutter Natur uns mit solchen natürlichen Shots gesegnet hat. Aus wäre es, wenn nicht! Da würde uns der Obermammut Eberhard heute noch derbe mit seinen Stoßzähnen rüsseln. (Ja, natürlich von hinten, weil wir ja am Davonlaufen waren.)

Es war nur schade um die Schokolade (und auch ums Lunchpaket, welches kaum noch härter geht)

Bild

Fein ist ein Kunde, der dir eine Tafel Schokolade schenkt. Sehr fein ist, wenn es sich dabei um Milka Noisette handelt. Überraschend hingegen ist, wenn die Tafel bereits offen ist. Noch überraschender dafür ist, wenn die Tafel selbst Bissspuren aufweist.

Wenngleich von dieser grandiosen Leistung anno etwas länger her leider kein Bildbeweis existiert, so kann ich dies nun anhand eines ähnlichen Erlebnisses nachholen. Auch, wenn ich dieses mal keine Schokolade bekommen habe, so war es ein kleines Care- und Lunchpaket meines Kunden, welches man in folgendem Bild betrachten kann:

Ohne Gewissen angebissen.

Ohne Gewissen angebissen. Denn so etwas wie den Anstandsrest, man am besten angefressen lässt.

Diesen Inhalt leerte ich 1:1 so aus, es wurde nichts daran verändert. Und nun, was haben wir da der Gütigkeit eines anderen Menschen zu verdanken? Eine angefressene versteinerte Semmel, die noch im letzten Millennium gebacken wurde, zwei Brezn, die so hart waren, dass sie beim Werfen in der Wand stecken bleiben würden und zwei Salamipackungen, die schon so warm, verschwitzt und aufgebläht waren, dass man sie aufgrund ihres Biowaffencharakters als Sondermüll  hätte entsorgen müsste.

Auch wenn oft zählt nur der Gedanke, sag ich getrost da laut „Nein, Danke.“