In Bayern gibt es halt kein Zügeln, sondern einzig sich mit Bier wegbügeln

Da geht man gemütlich um halb sieben Uhr morgens zur Arbeit, als einem aus dem nächsten Hauseingang zwei Individuen entgegentorkeln.

Ohne, dass ich auch nur ein einziges verlalltes Wort verstehe, welches der Erste seinem ebenso angesoffenen Kumpanen zuwirft, weist er sich mit allen erkennbaren Merkmalen als legitimes Volk dieses niederen Saukaffs namens Zwiesel** im noch niederen Niederbayern aus: Kippe in der Fresse, Pulle in der Hand und einen solchen Kuckuck im Leuchtturm sitzen, als hätte er noch in den frühsten Morgenstunden eine ganze Fußballmannschaft unter den Tisch saufen müssen.

Leute. Ich sag das nur einmal. Samstag. Sieben Uhr morgens.

Da kann man nicht schon, oder noch immer besoffen sein. Da beginnt der Tag! Da heißt es carpe diem, und nicht hau dir die Binsen weg, bis der Tanker brennt. Andererseits … Bayern. Einfach nur Niederbayern. Was will man von einem niederbayerischen Kuhfladenprovinz auch anderes erwarten. Da ist es eher noch ein Wunder, dass er nicht tubaspielend in mit Kuhscheiße beschmierten Gummistiefeln in das nächste Wirtshaus zum frühschoppenden Weißwurstfressen einmarschiert ist.

** Name nicht von der fertigen Redaktion geändert.

Warum ein Dutzend Schnapspralinen, sowohl Säufern als auch Klugscheißern dienen

Ja hui, da musste ich direkt schon fast selbst ein Lölchen platzieren.

Da kaufst Du Dir in Arbeitskleidung noch schnell eine Brotzeit und nimmst eine Packung Mon Cheri für Zuhause mit, einfach zwecks Besänftigung des inneren, spät abendlich erwachenden Fressdämons.

„Das ist hoffentlich für nach dem Dienst gedacht?“, will die Kassiererin wissen.

„Was, das hier?“, deute ich auf die Likörpralinen. „Natürlich nicht! Die eine Hälfte ist gegen meine Bierfahne und die andere Hälfte für’n Kollegen, damit er endlich das Zittern aufhört.“

PS: Jup, Mon Cheri ist eine Likör-Praline, aber die Schlagzeile soll sich ja fein und harmonisch reimen 😉