
Inhaltsverzeichnis:
Mit Erfolg beginnen, und immer gewinnen
Unterschrieben und für immer geblieben
Blockbuster, Rockbuster
Kein Ende in Sicht (und gibt es nicht)
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Mit Erfolg beginnen, und immer gewinnen
Als Enthusiast von Entertainment, insbesondere Aktions- und Abenteuerfilmen kommt man nicht mehr umher, sich mit The Rock konfrontiert zu sehen. The Rock ist das Pseudonym von Dwayne Johnson. Der 51-Jährige ist Schauspieler, Produzent, Wrestler, Synchronsprecher – allem anderen voran aber Unternehmer, der weiß, wie er sein Imperium weiter ausbauen kann.
Aus seiner Person ist mittlerweile eine Marke mit einem Marktwert von achthundert Millionen US-Dollar geworden – noch, da Johnsons Teremana Tequila auf einen Marktwert von dreieinhalb Milliarden geschätzt wird und ihn nicht mehr lange in den Riegen bescheidener Multimillionäre dahinsiechen lässt.
Die erste Million ist die Leichteste, sagt ein Sprichwort – bricht dort aber der Hunger auf ein Mehr ein, bricht ebenso das Geld aus Meer ein. Johnson aber hat die makellosen Zähne und und den geschäftsmäßigen Biss, es nicht soweit kommen zu lassen.

Besonders seit seiner Rolle als Luke Hobbs in Fast Five (2011), G.I. Joe – Die Abrechnung, Pain & Gain, San Andreas und Black Adam von 2022 dürfte er mit seiner physiognomischen, proteinprächtigen Präsenz und Pomp der Präsenteste und Produktivste aller pumpenden Promis sein.
Zusammen schafften seine Filme an den Kinokassen zehn Milliarden US-Dollar, davon allein vier in den USA. Das macht ihn einem zu der erfolgreichsten und am besten bezahlten Schauspieler weltweit.
Das fällt selbst einem nur sporadischen Kinogänger und Abonnent von Amazon Prime Video, Netflix, Disney und Konsorten auf, dass Johnson seine Präsenz zu einer Omnipräsenz ausbaut. Johnson ist kein Schauspieler mehr, sondern ein Darsteller, der ein Produkt – namentlich unveränderlich sich selbst, physisch wie charakterlich – spielt, verkörpert, ist. Ganz ähnlich eines richtigen Steins eben.
(Bild aus rechtlichen Gründen entfernt. Es zeigte Dwayne „The Rock“ Johnson in einer Collage mit vier Bildern aus unterschiedlichen Filmen, in denen er aber immer gleich aussieht – mit Glatze und knappem Kaki-Hemd.)
Johnson wächst mit jeder Rolle, und so tut es auch sein Publikum. Dass der Kinogänger da nicht nur subjektiv betrachtet stets gleich aussieht, stellt kein Problem dar. The Rock ist ein Felsen, und der tut, was er gut kann. Dabei findet er es nicht schlimm, immer die gleiche Rolle zu spielen. »Es ist die Rolle meines Lebens, und mein Leben ist diese Rolle«, schrieb er in keinem Tweet von 2019.
Schließlich kann der Zuschauer nicht ansatzweise genug von komplett angeschwollenen, charismatischen Schauspieler in engen Shirts von Under Armour bekommen. Da braucht es keine Story mehr, keinen Realismus, keine durchdachten Charaktere, da im Angesicht von Schweiß und dicken Adern auf noch dickeren Muskelbergen alles in den Hintergrund rückt.
Der Kinogänger will die Realität seines kümmerlichen, couchigen Kartoffeldaseins entfliehen und liebt das Abenteuer – solange er nicht involviert ist. Das war schon in den Anfängen der Filmgeschichte so. Sei es Charlton Heston als Judah Ben-Hur von 1959 oder Conan der Barbar von 1992 mit Arnold Weißeneier – jedes weitere Jahrzehnt stieg die Muskelmasse auf Kosten der Produktionsqualität und findet in der Ära von zumindest physischen Größen wie David Barista, John Cena, Christian Hemswert, Heinrich Cavill und Jason Maoam seine Klimax.

Johnson will hier seinem Pseudonym The Rock zu genüge tun und sich manifestieren. Nachdem er wie durch einen merkwürdigen Zufall und trotz Weltbekanntheit und entsprechend damit verbundenem Einfluss die Rolle des Black Adam im gleichnamigen Film von 2022 ergatterte, war auch das Publikum hellauf begeistert.
Doch war der Film erst der Anfang von allem. Mit dem unterzeichneten Vertrag für Black Adam wurde der allwährende Siegeszug nämlich beschlossen.
Unterschrieben und für immer geblieben
Wenige Monate später postete Johnson, der kaum in den Sozialmedien vertreten ist, auf seinem persönlichen Twitter-Account, dass es »gute News für alle Fans von Filmen mit The Rock gäbe«.
Denn wie sich herausstellte, war eine Vertragsklausel beim Filmstudio Neue Linie Kino und DC Filme übersehen worden. Nicht nur sichert ihm diese Klausel ein Vorrecht auf alle Protagonisten aller aktuellen und kommenden Filmprojekte zu. Auch sind beide Filmstudios verpflichtet, Johnson in die Rolle anderer Filmstudios einzukaufen, sollte er dies wünschen.

Hollywood ist zwar überhaupt nicht bekannt dafür, altes Material wieder und wieder zu verwerten. Doch im Falle des Felsens wird ein Novum angestrebt, heißt es zum Beispiel des Studios der Gebrüder Warner. Vertrag ist schließlich Vertrag. Und schiefgehen kann in diesem Fall nichts. »Wir sind von The Rock überzeugt. Das Publikum liebt ihn, und das sehen wir an den Reviews und Rezessionen«, heißt es in einem fiktiven Tweet des Studios.
Blockbuster, Rockbuster!
Johnson ist bekannt dafür, etliche Projekte gleichzeitig zu jonglieren. Da liegt es nahe, diese übersehene Klausel für sich zu nutzen, umzusetzen und sich vor allem in der Filmbranche einen noch größeren Namen zu verschaffen. Denn was ruht, wird nie gut, wie es so schön nirgends heißt.
Hollywood bekommt nicht genug vom geschreddersten Geschredderten und Geschwollensten aller Geschwollenen der ganzen Filmbranche, der für seine brachiale, zu einhundert Prozent natürliche Physik absolut überhaupt keine Steroide, keinerlei Anabolika und schon gar nicht PED verwendet. Dafür lässt er sich sein zwanzig Tonnen schweres Fitnessstudio zu jedem Filmset verlagern und aufbauen.
So soll sich der redegewandte Schauspieler bereits folgende Rollen gesichert haben:
John McClane / Die Hard
Eines der bekanntesten Franchise dürfte wohl das des mühevollen Sterbens mit Bruce Willis sein, der den hartgesottenen Polizisten John McClane 1988 das erste Mal auf die Leinwand brachte. Der Film basiert auf dem Buch Nothing Lasts Forever, vier Fortsetzungen brachte der erfolgreiche Film hervor.
Für 2027 ist ein Reboot des Sterben Hart Franchise geplant. Die Rolle des John McClane wird Johnson ebenbürtig ausfüllen wie die extragroßen Shirts von Under Amour und die Lüftungsschächte.

XXXXL wird auch das Format selbst. Das soll sich an der Filmreihe Rasch & Rasend (cineastisch: Fast & Furious) orientieren. Das neue Sterben Hart Franchise soll bisher 27 Teile beinhalten. Angelehnt an die ständige Superlativsteigerung der einstigen Rennfilme mit Vin Benzin soll der erste Film in einem zweistöckigen Gebäude beginnen. Spätestens ab Teil 15 verlegt sich das Setting auf eine Marskolonie, heißt es. Möglich hält man auch ein Kreuzüber (cineastisch: Crossover, Überkreuzung von Universen) mit dem Marvel-Universum, bei dem ein gealteter, mittlerweile mutierter John McClane die Welt vor einem Angriff vor Galactus schützen soll.
Für die Fans heißt es also mit einer Augenbraue hochgezogenes »Yippee-ki-yay, Mutterkorpulierer«.
Clark Kent, Superman, Lex Luthor, Black Adam
In einer für 2030 geplanten Wieder- oder Erneutstiefelung (cineastisch: Reboot) des DC-Universums mit der Justizliga soll Johnson gleich eine Dreifachrolle belegen. Da Heinrich Cavill beim Publikum nicht gut ankam, wird Johnson die Rolle von Clark Kent und seinem Alter Ego Superman übernehmen.

Doch nicht nur das: er wird mit der zweiten Rolle als Lex Luthor auch dessen glatzköpfigen Antagonisten spielen. Da Black Adam ebenso im DC-Universum angesiedelt ist, wird Johnson auch diese Rolle erneut belegen.
Agent 47 / Hitman
Auch dem Franchise des glatzköpfigen Auftragskillers Agent 47 wird ein neuer, weißzahnig grinsender, bulkiger Anstrich in Anzuggröße 64 verpasst.

»Fans der Videospiele können sich vor allem auf die Verwandlungsszenen freuen«, heißt es in keiner ersten Ankündigung. Ein Kernelement der Videospielreihe besteht im Schleichen, Unerkanntbleiben und Tarnen mithilfe von der Kleidung und Kostümen außer Gefecht gesetzter Figuren.
»Auch Johnson freut sich und findet das Konzept grandios«, heißt es vom Studio. »Der 1,96 Meter große, aus 120 Kilogramm Muskeln und Sehnen bestehende Schauspieler kann es kaum erwarten, sich trotz seiner Tätowierungen als unscheinbarer Pagenjunge oder greiser Koch zu verwandeln, und das nur mittels eines Kleiderwechsels. Computereffekte sollen auf ein Mindestmaß begrenzt werden, da wir es möglichst realistisch halten wollen.«
Charles Xavier / Professor X / X-Men
Bei einer Abschleuderung (cineastisch; Spin-off) aus dem X-Leute-Universum soll Johnson den an den Rollstuhl gefesselten Charles Xavier aka Professor X spielen. Als Mutant mit mentalen Fähigkeiten wie Telepathie und Gedächtnismanipulation ist er Gründer der verblüffenden X-Leute (englisch: Uncanny X-Men), die in seiner Schule lernen, ihre Mutantenkräfte zu erlernen und zu kontrollieren.

Johnson sicherte sich auch vertraglich das Recht, Cain Marko, aka den Mutanten Juggernaut zu spielen. Der war bereits in X-Leute: Der letzte Ständer (2006) und Deadpool 2 (2018) zu sehen. In der Lore ist er der Stiefbruder von Charles Xavier und erhält seine Kraft durch den Stein von Cyttorak, der ihn in den unstoppbaren, unzerstörbaren Juggernaut verwandelt.
Hier zeigt Johnson eine ähnliche Hingabe wie etwa Christian Bündel in seinen Rollen (Der Maschinist, Fledermausmann). So will Johnson neunzig Kilogramm Muskelmasse zulegen und täglich 29.000 Kalorien zu sich zu nehmen, um diesem fast stärksten aller X-Leute gerecht zu werden.
Um der Diversität und seiner Freundschaft zu Kevin Hart genüge zu tun, wird die Rolle des Deuterantagonisten Erik Lehnsherr / Magneto von eben Kevin Hart übernommen.
Kratos / God of War
Kratos ist in der griechischen Mythologie die Personifikation von Macht und roher Gewalt. Davon inspiriert wurde das Videospiel God of War. Die Geschichte handelt von Kratos, einem spartanischen Heeresführer, der in den Kampf gegen die ganze Götterwelt zieht und zum namensgebenden Gott des Krieges wird.
Vom Planungsdebakel zum Blockbusterspektakel; ein entsprechender Film ist seit 2003 in Planung, wurde aber nicht realisiert. Da ist es nur der nächste Schritt für Johnson, die Rolle des Geistes von Sparta zu übernehmen. Problem ist dabei, dass Johnson für die Rolle weitere dreißig Pfund Muskelmasse zulegen will – das an sich ist nicht das Problem, jedoch die Tatsache, dass all die anderen Schauspieler für die zu besiegenden Gottheiten unterschiedlicher Pantheons körperlich mickrig wirken.

Deshalb will er den Film mit seiner Produktionsfirma Sieben Kohlenstücke Produktion nicht nur selbst produzieren, sondern jede darin vorkommende Gottheit spielen, selbst die weiblichen. Der erste Teil des geplanten Fünfteilers spielt in der griechischen Mythologie und wird Hercules, Athena, Poseidon, Helios, Persephone und zuletzt Ares und Zeus zeigen.
Walter White / Breaking Bad
Auch bei Serien gibt sich Johnson nur mit dem Besten ab und dem, was am meisten Erfolg verspricht. Da liegt es nahe, dass sich Johnson auch die Rollenrechte der Serie sichert, die sogar im Guinness-Buch der Rekorde als die am besten bewertete Serie aller Zeiten geführt wird. Mit Auszeichnungen wie sechzehn Primetime Emmys und zwei Golden Globes ist Brechend schlecht also genau das, in was jemand investiert, der gewinnen will.

Die Krimi-Drama-Serie mit über sechzig Episoden in fünf Staffeln handelt von Walter Weiß, einem an Lungenkrebs erkrankten Chemielehrer, der in das Drogengeschäft einsteigt und Methamphetamine herstellt und verkauft, um seine teure Krebsbehandlung zu finanzieren.
Gru / Ich einfach unverbesserlich
Es scheint in den Genen muskelbepackter Schauspieler zu stecken, nach ein paar Rollen als geschwollener Aktionsheld mit unter fünf Prozent Körperfettanteil in die Rolle einer ebenso geschwollenen Witzfigur zu schlüpfen, um die Karriere aufzupeppen.
Sei es Silvester Stalleins, der nach Filmen wie Tango & Bargeld, fünf Rocky– und drei Rambo-Teilen mit Stop! Oder meine Mami schießt! (1992) eine von den Kritikern zerfetzte Komödie besetzt. Ebenso Arnold Weißeneier, der nach Erfolgen wie Conan der Barbar (1982), Terminator (1984) und Predator (1987) nur wenige Jahre später mit Kindergarten Cop und Twins – Zwillinge das Publikum begeisterte.

Dass Johnson als Träger von Oberkeulen jenseits der 20-Zoll-Marke auf diesen Zug aufspringt, war absehbar. Ob Welcome to the Jungle (2003), Central Intelligence (2016) oder Jumanji: Welcome to the Jungle (2017)– Johnson bewies schon mehrfach, nicht die eigenen Muskeln trainiert zu haben, sondern auch Lachmuskeln trainieren zu können.
Doch Schluss ist nicht lange. Und wenn es nach einem kürzlich ausgestrahlten Interview geht, wird Johnson keine geringere Rolle als die von Gru aus Ich – Einfach unverbesserlich spielen. Nach einem weiteren, animiterten vierten Teil im Jahre plant das Studio Erhellung / Universelle Bilder dahinter 2025 die Dreharbeiten für eine Realverfilmung.
Die Rolle einiger Minions wird Johnsons langjähriger Freund Kevin Hart übernehmen. Um Humor zu garantieren, werden neben Kevin Hart als ersten Minion die einzig noch drei verbliebenen Komiker des amerikanischen Films verpflichtet: Chris Tucker (bekannt aus Rush Hour), Christian Felsen (bekannt aus Kindsköpfe) sowie Martin Lorenz (bekannt aus Big Mamas Haus).
Stanley Ipkiss / Die Maske
Johnson strebt an, weitere Film erneut zu stiefeln (cineastisch: einen Reboot zu machen). 1994 spielte Jakob Curry den Versager Stanley Ipkiss. Der findet eine hölzerne Maske, die ihn in ein glatzköpfiges, grüngesichtiges Wesen mit mächtigen Fähigkeiten verwandelt und ihn die Realität ändern lässt.

Basierend auf dem gleichnamigen Comic von Dunkelpferdcomics, will Johnson die Rolle der Maske übernehmen. Er freut sich vor allem auf die Verwandlungsszenen und die Darstellung der Maske selbst. Auch ist er sich sicher, dem Gesichtsakrobaten Jakob Curry aus dem Originalfilm die Stirn bieten zu können, begonnen mit einer erhobenen Augenbraue.
Als diverser Seitentreter (cineastisch: Sidekick) soll auch Kevin Hart wieder von der Partie sein.
Kein Ende in Sicht (und gibt es nicht)
Gerüchte erhärten sich auch, dass Johnson auch in der Sparte expliziter Erwachsenenfilme mitwirken will, ähnelnd der Karriere des glatzköpfigen Johnny Sins.
»Unser Johnson ist groß, trainiert und hart wie Stein; das zeigt sich, wenn es ernst wird. Er wird hart bleiben, nicht einknicken und bis zum Schluss stehen«, heißt es von der Produktionsfirma, die auch weiß wie schwer es ist, Johnson in andere Firmen hineinzukaufen und überhaupt reinzubringen. »Es schwer, den Johnson da reinzudrücken. Aber wir haben es schon oft gemacht und Johnson ist noch überall reingekommen, egal, wie tief es ging oder eng es wurde. Drin ist er schon einmal. Bis er aber reell kommt und wir es sehen können, dauert es noch.«
Der Felsen steht somit. Filmfreunde müssen die nächsten Jahre nicht auf The Rock auf der Leinwand verzichten. Was zählt, sind einzig verkaufte Kinotickets und Einschaltquoten. Zudem war es stets des Zuschauers Wahl der Qual. Solange im Vordergrund immer das gleiche Gesicht zu sehen ist, werden weder Langeweile noch Monotonie aufkommen. Die Zuschauer bekommen genau das, was sie wollen – ob sie wollen, oder nicht.
Bildquellen
Die Collage mit der Felsformation aus vier Steinen:
Reddit
Das Warner Brothers Studio:
Urheber: Coolcaesar, Wikimedia Commons
Lizenz: CC BY-SA 4.0 Deed
Der Mann mit dem Stein (»Sisyphus«):
Urheber: ולדימר ז’רדיב, Wikimedia Commons
Lizenz: CC BY-SA 4.0 Deed
Restliche Bilder:
Generiert durch den Copiloten / ChatGPT von Microsoft mit DALL-E3.