Das Hirn trug er vorher noch zu Grabe, bevor es aufging zur Pfandrückgabe

Ich habe mich schon immer gefragt was passiert, wenn man sich den Hinweisen am Pfandautomaten widersetzt. Normale Signaltöne? Hupen? Warnmeldungen, oder gibt es gar härtere Instanzen bei falscher Anwendung? Was geschieht, wenn man den Träger quer einführt, davon konnte ich bereits Zeuge werden. Was aber passiert, wenn man sich dem Hinweis „Flaschen nicht nachschieben!“ widersetzt und die Pfandflasche trotzdem nachschiebt? Quasi einfach des Trotzes wegen, obwohl die erste Flasche noch nicht gescannt  wurde?

Es passiert relativ wenig und die Anzahl an nachgeschobener Flaschen scheint ungefähr zehn zu betragen. Zumindest konnte ich das heute bei einem geistig schon etwas in Schieflage und Seenot geratenen, ergo hirnwasserverdampften Holzkopf sehen. Alles begann, indem er die erste Flasche schon einmal mit dem Kopfteil zuerst reingeschoben hat. Als der Pfandautomat sie hupend, scheppernd und rebellierend wieder ausgeben wollte, hat er einfach die nächste Flasche (natürlich ebenso falsch herum) nachgeschoben.

Joa, das Spiel ging ungefähr zehn Mal gut, bis der Automat wohl endgültig kapitulierte. Nur weiß ich nicht, ob er wegen einer klemmenden Mechanik oder wegen der unglaublichen Dummheit von uns Menschen kapitulierte. Ich weiß nur: Hätte der Automat sich transformieren können, er hätte dem blöden Penner so dermaßen in die Klöten gezimmert, dass er seine nächste Prostatauntersuchung beim HNO-Arzt hätte machen lassen können.

Von einweisenden Hirschen und Bandscheiben die knirschen

Letztes Mal durfte ich am Rande und aufgrund vergessener Kopfhörer für meinen Musikspieler Zeuge einer wahrlich kompetenten Freihantel-Einweisung in einem Fitness-Studio werden.

Dauer: Ungefähr 40 Sekunden, wobei in dieser Zeitspanne eigentlich, laut Aussage, ja eh alles für den Oberkörper erklärt wurde. Wie gut dann wohl, dass der menschliche Körper einzig nur aus einem Bizeps und einem Trizeps zu bestehen scheint.

Bester Satz: „Ja und das hebst dann halt einfach so hoch. Gaaanz einfach.“

Und jaaa, meine Lieben, das ist genau dieses „gaaanz einfach“, was den Unterschied zwischen gesundem Training und einem Training mit anschließenden Schmerzen in Rücken, Sehnen und Zieperleins in der ganzen Maschinerie macht. Denn Stand, Haltung, Geschwindigkeit, Ausführung und weitere Variablen spielen ja besonders im Umgang mit schweren Gewichten keinerlei Rolle, eh? Und der einzige erwähnenswerte Unterschied zwischen der geraden Stange und der SZ-Curlstange ist und bleibt halt, „dass die eine gerade ist“. 😀

Meh, für was dann eigentlich noch einweisen, einfach den neuen Trottel zu den Freihanteln schubsen, der kriegt das schon gebacken irgendwie 😀 Wenn nicht, arrr, man hisse die Segel und setze lukrativen Kurs, denn es geht auf zur (kostenpflichtigen!) Rückenschule! 😀

PS: Nicht nur Einweiser sind manchmal Hirschen.