Als ich so schiele in die Diele wird mir klar: Vormieter waren’s wirklich viele

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Vermieterin: „Es kann sein, dass das Geschirr durch die zahlreichen Vormieter etwas gemischt ist und nicht mehr ganz zusammenpasst.“

Joah, aber nur ein klitzekleines bisschen passt es nicht zusammen.

Vier Teller. Manche dunkler, manche heller.

Ein Griff, vier Teller. Manche dunkler, manche heller.

Den Mustern nach zu beurteilen wird da seit den Sechziger Jahren gut gemischt. Bestimmt steht im Mietvertrag, dass man nur einen Teller mitnehmen darf und den nach Auszug auch dalassen muss.

Auch nicht viel besser: Sieben Messer.

Auch nicht viel besser: Sieben Messer.

An dieser Stelle daher bitte eine kurze Schweigeminute der Kondolenz für den Erstmieter aus dem September des Jahres 1953.

Der frühe Vogel fing den Wurm, und erntete hierfür Hass und Sturm

Da versucht man, gleich morgens bei einer Servicehotline anzurufen, um einen noch frischen, motivierten und freundlichen Mitarbeiter zu erwischen. Und ich war wahrlich überrascht, wie hochmotiviert doch die Servicemitarbeiterin am Telefon gerade war. Ein richtiger Sonnenschein. Auf einer LMAA-Skala von 1 bis 10 eine ungefähre 14,8 mit Tendenz nach oben.

Aber immerhin hat sie das Gespräch beim vierten Mal entgegengenommen, nachdem sie drei Mal einfach abgenommen und wieder aufgelegt hat. Und sie hat sich im Gegenzug auch überhaupt nicht geniert, ihr strahlendes Gemüt, unbegrenzte Motivation und Kundenorientiertheit in ihre Stimme fließen zu lassen.

Könnte man durch eine Telefonleitung spucken, nun, es hätte schaufelweise gerotzt.

Service in Deutschland. Because fuck you, that’s why.