Und weil der Bayer nicht gern lange hadert, er den Fremden gleich komplett zulabert

Hauptsache sich nicht von seinem Standpunkt abbringen lassen, eh?

Da ist der Alexander nach einem zarten Beintraining noch kurz in der Sauna der lokalen Eisenschmiede, um sein Hüftgold eine Viertelstunde lang auf knapp neunzig Grad durchzudünsten. Er ist soweit alleine in der Sauna, als eine Gruppe Englischsprechender hereinkommt. Sicherlich Urlauber, wie die erste Vermutung nahelegt.

Keine Minute darauf kommt ein Ansäßiger herein, klatscht sein Handtuch neben dem ersten Engländer auf die Bank und sagt zu ihm in schönem gemütlichen Bayerisch, als wäre es sein urigster Kumpel und Busenfreund: „Mei, so was aber auch, da war vorher so a Gruppe Engländer bei der Theke und ich konnte kein Wort mit denen reden. Sprechen ja kein Deutsch! Mei wenn ich das gewüsst hätte! Dann hätte ich die davor gar nicht angeredet, sowas depperts aber auch!“

„Eh, I’m sorry, I don’t speak German!“ entgegnet ihm der Erste, nachdem der erste Satz des Bayern schon eine peinliche Stille verbreitete.

„Jaja, das ist es ja! Die konnten überhaupt kein Deutsch!“, fährt der Bayer unbeeindruckt wie unbeirrt seine Argumentation weiter und textet den Engländer komplett von oben nach unten zu. Ich glaube der Engländer hätte ein Südafrikaner sein können und mit Klicklauten der Xhosa-Sprache antworten können, es hätte nicht interessiert.

Für mich als stillen Beobachter hielt sich die Waage sehr standhaft zwischen dem Mitleid für den Engländer und dem Fremdschämen für den Bayer. Aber durchaus amüsant. 😀

Es war nur schade um die Schokolade (und auch ums Lunchpaket, welches kaum noch härter geht)

Bild

Fein ist ein Kunde, der dir eine Tafel Schokolade schenkt. Sehr fein ist, wenn es sich dabei um Milka Noisette handelt. Überraschend hingegen ist, wenn die Tafel bereits offen ist. Noch überraschender dafür ist, wenn die Tafel selbst Bissspuren aufweist.

Wenngleich von dieser grandiosen Leistung anno etwas länger her leider kein Bildbeweis existiert, so kann ich dies nun anhand eines ähnlichen Erlebnisses nachholen. Auch, wenn ich dieses mal keine Schokolade bekommen habe, so war es ein kleines Care- und Lunchpaket meines Kunden, welches man in folgendem Bild betrachten kann:

Ohne Gewissen angebissen.

Ohne Gewissen angebissen. Denn so etwas wie den Anstandsrest, man am besten angefressen lässt.

Diesen Inhalt leerte ich 1:1 so aus, es wurde nichts daran verändert. Und nun, was haben wir da der Gütigkeit eines anderen Menschen zu verdanken? Eine angefressene versteinerte Semmel, die noch im letzten Millennium gebacken wurde, zwei Brezn, die so hart waren, dass sie beim Werfen in der Wand stecken bleiben würden und zwei Salamipackungen, die schon so warm, verschwitzt und aufgebläht waren, dass man sie aufgrund ihres Biowaffencharakters als Sondermüll  hätte entsorgen müsste.

Auch wenn oft zählt nur der Gedanke, sag ich getrost da laut „Nein, Danke.“