Auf das alles, was dem Menschen bleibe, der Gram sei und die Langeweile

Schon oft hatte ich geplant, eine Liste mit denjenigen Menschen und nervigen Dummindividuen zu machen, die mir am mächtigsten auf den Zylinder brunzen. Irgendwann hat sich herausgestellt, dass es relativ viele sind und ein einzelner Post beileibe nicht mehr genügt. Während ich vor längerer Zeit bereits für die typischen Fitnessstudio-Besucher und Verkehrsteilnehmer sowie für die Seniorchefin-Drachen einen Post erstellt habe, gibt es nun einen weiteren Post.

Genauer gesagt handelt dieser Post sogar von zwei Sonderposten der Gesellschaft: Dem Frührentner und dem Permanentgelangweilten. Wobei diese beide Kategorien oftmals so nahe beieinanderliegen, dass sie im Grunde schon zueinandergehören und sich dabei wenig nur genieren, sich heftigst auch zu penetrieren. Freilich gibt es auch recht chillige Artgenossen der knapp Hundertjährigen. In diesem Post ist aber insbesondere von den älteren Herrschaften die Rede, die im Grunde schon seit zwei Dekaden tot sind, es aber nicht einsehen wollen. Diejenigen Individuen, die ihre restlichen Tage nicht einfach genießen können, sondern ihr durch Langeweile bestimmtes Dasein auf Bänken und in S- und U-Bahnen fristen und sich über alles und jeden aufregen und alles anpöbeln, was atmet und in den Wirkungskreis ihrer kataraktgetrübten Linsen kommt. Und dabei noch denken, dass sie eine Extraportion Respekt verdient haben, nur weil sie alt sind.

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Und all diese Verkaufsoffenen, sind doch eh nur für die Besoffenen

Na, dieser einen Bedienung letztens am verkaufsoffenen Sonntag saß aber auch der Schalk im Nacken. Da bestellt man zu zweit ein Wasser und eine Spezi. Sie kommt an den Tisch und fragt „Für wen war das Wasser?“. „Für mich“, entgegne ich, womit sie mir das Getränk hinstellt. „Und die Spezi?“, schaut sie abwartend in die zweiköpfige Runde, bis sich der Übrige meldet. War ja auch verdammt schwer auszubaldowern, wem denn nun dieses noch übrige Getränk denn gehören könnte. 😀

Später dann: „Wir möchten bitte bezahlen.“ „Getrennt oder zusammen?“ „Getrennt.“ „Also zusammen?“ „Nein, getrennt.“ „Zusammen?“ „Nein, getrennt.“ „Eine Rechnung also?“ „Nein, zwei, jeder zahlt für sich.“ Dann kommt sie wieder, legt nur eine Komplettrechnung auf den Tisch. „Wir wollten aber getrennt bezahlen.“ „Ach so, ich dachte zusammen!“ „Nein, getrennt. Wir wollten getrennt bezahlen.“ „Hatten Sie das vorher gesagt?“ „Nur vier Mal ungefähr und wahrscheinlich einmal zu wenig.“

Da weiß man sofort, wer sich heute am ver(kauf)soffenen Sonntag in Zwiesel vor Dienstantritt noch ein halbes Dutzend *richtig* Kräftige in den Ansaugstutzen gezaubert hat. Aber so ist’s halt mal, und wir Bayern als dickbauchiges, merkwürdiges und biervernichtendes Völkchen kennen es ja auch nicht anders 😀

Die Probleme der Welt in einer Nussschale… oder zugeschissenen Windel.

Eh, nach langer Zeit und einem kleinen Vorschaden vom letzten Mal schaltete ich die Tage versehentlich im Auto das Radio ein. Und oh, wie unerwartet, schon hat’s mich wieder mal eine mittlere dreistellige Anzahl kostbarer Gehirnzellen gekostet.

Da veranstaltete dieser eine gelangweilte, dauerlabernde Kacksender aufgrund stets überfüllter Schwarzkonten (Altruismus wird’s wohl kaum sein) wieder mal das quotengeile Getue Weiterlesen