Neueröffnung! Discounter namens ‚Diss-Counter‘ – tiefer als die Preise gehen nur die Beleidigungen

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Bewusst oder nicht gewusst?

Was wie ein Rechtschreibfehler wirkt, ist durchaus gewollt und ein gewagtes Experiment: In Berlin hat überraschend ein Geschäft seine Pforten geöffnet: Disscounter prangert in roten Lettern auf gelbem Hintergrund.

Eine Reise ins Englischwörterbuch, eine Suche im deutschen Duden zum Thema Anglizismen verrät: Jemanden zu dissen kommt von to diss, was beleidigen, blöd anreden und niedermachen heißt. Als wohlerzogene Deutsche, die sprachlich Wert auf Zucht, Ordnung und Zwangsdeutschübersetzung legen, mussten wir dieser Sache natürlich auf den Grund gehen und statteten dem Markt einen Besuch ab.

Es ist sechs Uhr morgens. Wir sind aus dem tiefsten Bayern angereist, verbrachten die Nacht in unserem Bus. Die Laune ist gelinde nicht nur am Boden, sondern bereits durch den Gully in die Kanalisation gespült worden. Ob das bereits ein unschönes Omen ist?

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Sicher ist, wer sowas spotted, dessen Geist schon ist verrottet

Ich weiß nicht, was es mit all den dämlichen Spotted-Seiten auf sich hat, wo jeder irgendjemanden sucht. Wer es nicht schafft, die Person der Interesse in den dreißig Minuten anzusprechen, in welcher sie neben einem stand, hat die Person einfach nicht verdient. Punkt. Aus. Ende Amen. Und wenn eine Begegnung nicht zustande kam, nun, es wird schon irgendeinen Grund haben.

Dies vorbemerkend kann man immer die stets gleichen Einträge der gleichen Idioten bemerken, die ich in folgender Liste erläutern werde:

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Hier ist neben Schweinersfrühstück und Bierbauch, meistens auch die Schrotflinte Brauch

*grunz*

Amüsant war es auch am ver(kauf)soffenen Sonntag letztens in der Nachbarstadt, als der eine Gemüse-Obst-Händler immer laut „Zwei Ananas nur drei Euro!“ gerufen hat. Fast schon so, als wären wir hier auf einem Fischmarkt des achten Jahrhunderts. Und als wüsste in diesen Landen irgendjemand, was eine Ananas überhaupt ist.

Ich mein, hat der erwartet, dass die halbe Stadt gleich angestürmt kommt und ihm den Laden auskauft? Die meisten hier haben das Wort „Ananas“ an diesem Tag sicherlich das erste Mal gehört und würden ihren Hof samt dem Dutzend Traktoren und noch mehr Hallen verwetten, dass es irgendeine Erfindung der Japaner ist.

Auch wenn wir (zumindest vereinzelt) den Luxus fest bebauter Straßen und in den meisten Fällen sogar fließend Wasser und Strom für uns beanspruchen können, so befinden wir hier uns auf dem Land. Auf dem sehr ländlichen Land. Damit ändert sich alles. Und mit der Abnahme der Stadt verringern sich halt auch gewisse andere Dinge. Weltoffenheit, Akzeptanz, Toleranz und vor allem das sprachliche Niveau. Wobei sich Letzteres ungefähr drei Stufen unterhalb dem Level zwei sich ankeifender Rottweiler befindet. Dem nicht genug, gibt es Weiterlesen