Darum diese Bitte, liebe Kindergärtnerin, langens nächstes Mal ruhig härter hin

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Zugegebenermaßen bin ich der Letzte, der (von irgendeinem beliebigen Thema, hier aber Mal Musik) eine Ahnung hat, aber was im Radio die letzten Jahre und Monate für ein pseudoemotionaler Drecksmüll quäkt, trällert und durchfallisiert, das ist schon keine musikalisch-lyrische Fehlgeburt mehr, das ist ein explosiver Abgang vom Allerallerfeinsten. Oder Allerallergröbsten, dass es die Rosette gleich mit zerwirft.

Wobei man nicht weiß, was schlimmer ist. Diese säuselnden weinerischen Stimmen, die nicht nur schwimmen, sondern auf hoher See untergehen oder das lyrische Kackniveau, dass sich in noch niedrigeren Gefilden als dieser Blog hier bewegt. Wobei Begriffe wie „lyrisch“ und „Niveau“ etwas zu hochgegriffen sind, ich aber nicht schon wieder das Wort „Durchfall“ verwenden kann. Ständiges Rumgestöhne, tausendfaches Wiederholen der gleichen Textpassagen und eine quäkende  Weiterlesen

Also ist seither die Wurzel allen Bösen, einzig nur der 500-Euro-Schein gewesen

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Soso, dann will man also den 500-Euro-Schein bis Ende 2018 abschaffen, um der Kriminalität Einhalt zu gebieten.

Das finde ich schon etwas schade. Es ist ja fast so, als hätten es diese Lausbuben ganz oben gewusst, dass genau da die Achillesferse aller Kriminalität liegt. Man könnte es direkt schon als Vernichtungsschlag gegen alles Böse definieren. Sofort, als ich von dieser Nachricht erfahren habe, erkundigte ich mich beim Waffendealer meines Vertrauens, ob dies denn wirklich das Ende bedeutete. Leider konnte er diese Hiobsbotschaft nur bestätigen. Schließlich dürfen seit Einführung des Euro Sturmgewehre, Sprengkörper, schwere Artillerie, Munition aller Art ausschließlich gegen Barzahlung in 500-Euro-Scheinen ausgegeben werden. Selbiges gilt für erbrachte Dienstleistungen wie Entführung, Auftragsmord und Gründung oder finanzielle Unterstützung einer Diktatur.

Mit allem anderen, was bumms macht, nur noch bis 2018 erhältlich: Die AK47.

Und was wäre, wenn jemand nur eine kleine Splittergranate für knappe fünf Euro Euro oder ein Zehnerpack Tretminen gebraucht hätte? Daraufhin hieß es nur, dass man ja irgendwie und irgendwo das Geld verdienen müsste.

Ganz im eigenen Interesse wollte ich noch wissen, ob ich die AK47 denn zukünftig nicht mit zwei 200-Euro-Scheinen und einem 100-Euro-Schein oder mit zwei Auftragsmorden bezahlen könnte. Doch selbst hier würden die allgemein gültigen Geschäftsbedingungen greifen. Somit endet alles in einer Sackgasse, wie es scheint.

Tja. Was soll man da noch sagen.

Das war’s dann halt mit dem Terrorismus und meiner AK47. Kleiner Wermutstropfen: Der Beschluss wird erst Ende 2018 durchgeführt sein, aus welchem Grund man noch ausreichend Zeit haben sollte, den Ford Punto durch einen nagelneuen Panzer auszutauschen, sich die neuesten, lasergesteurten Flugzeugabwehrgeschütze direkt vor Ort zu installieren und einen ausreichend großen Minenteppich legen zu lassen.

Bildquelle:
https://de.wikipedia.org/wiki/Datei:AK-47_type_II_Part_DM-ST-89-01131.jpg

Schon lange ist das Niveau am Sinken, doch grinsen wir ihm nur zu und winken

Wahrlich kann man bemerken, dass das ohnehin bereits sinkende, ja sich im senkrechten Fall befindliche Niveau noch mit Füßen kräftig nach unten getreten wird. Dies kann man nicht nur im sprachlichen Verfall unserer degradierenden Jugend, der überall dargebotenen Werbung oder beim Besuch dieses Blogs hier bermerken, sondern besonders, wenn man Radio hört. Quasi eines der Aushängeschilder modernen Werteverfalls.

Letztens las ein Moderator die eMail einer Hörerin vor. Diese hätte berichtet, dass sie vor die Terrassentüre immer ihre Schuhe stellen würde. Letztens wäre aber von jedem Paar ein einzelner Schuh von einem Mader gemopst worden – der diese dann offensichtlich gefuttert und aus dem Produkt davon einen schönen, gediegen saftig großen Haufen vor die Tür gesetzt hat.

Wie immer wurde das Thema schön breitgetreten. Visuell dargestellt ungefähr so aufgeilend wie bei der ärmsten „Zeitung“ Deutschlands, die es im Grunde nicht verdient hat, im gleichen Satz mit dem Wort „Niveau“ aufzutauchen. Wörter wie „hinkacken“ und „Scheiße“ wechselten sich ab; alle waren plötzlich achtjährige Rotznasen, die einen Böller in einen Kuhfladen gesteckt haben, und nicht erwachsene Menschen, die sich eigentlich mit etwas Seriösität einem Millionenpublikum präsentieren sollten. Natürlich wurde auch gleich aufgrund der unglaublichen Brisanz dieses weltbewegenden Geschehnisses ein Veterinär zu Rate gezogen, welcher wohl schon auf glühenden Kohlen saß und nur auf einen solchen Einsatz wartete.

Wie erwartet, hatte auch dieser zu dem Kackthema viel zu berichten und scheute sich keineswegs, seinen Senf zu dem Haufen abzugeben. Warum der Mader so was tut, warum er den Haufen genau vor die Tür gesetzt hat und so weiter und so fort. Ich wartete nur noch auf den Hinweis des für’s Dummlabern überbezahlten Moderators, dass gemachtes Bild von besagtem Haufen nun auf der Website des Radiosenders einsehbar ist.

Meh. Was soll man noch sagen dazu.

Wäre ja was anderes, gäbe es was Wichtiges aus der Welt zu berichten. Aber solange ein schuhkackender Marder, zugeschissene Windeln und die Natur von Wolf und Fuchs zum stundenfüllenden Thema auserkoren werden, kann es ja kaum was existenziell Gravierenderes geben, eh? Lieber füllt man die Sendezeit daher mit sowas und schmückt es mit idiotischen Gewinnspielen, ständiger Selbstbeweihräucherung und dummen Kommentaren aus, als dass man einfach mal Musik spielt.

Obwohl. Bei der sich bietenden musikalischen Abwechslung (welche stets als das Beste angepriesen wird) ist und bleibt es das Beste, dass man nach wie vor das Radio meidet.