Sobald Türen und Fenster schnell zufallen, wird er der Freundin eine richtig knallen

„Mach endlich die Tür zu, sonst knallt es!“, rief ein Nachbar letztens vom Balkon seiner Freundin zu, die sich in der Wohnung befand. Ja freilich meinte er (ich hoffe es doch) den Luftzug, weil bereits zwei Mal die Türe mit einem richtigen Wumms zugefallen ist. Was daran liegt, dass in diesem Gebäudekomplex die Dichtungen ungefähr so dicht sind, dass man unter günstigen Bedingungen eine ganze Bratwurst durch den Spalt einer geschlossenen Türe schieben konnte. Samt Teller.

Siehe auch: Gleich klatscht es, aber keinen Beifall. Gleich brennt’s im Gesicht, aber nicht von der Sonne. Neben diesen bereits bekannten Sprüchen bin ich auf meiner aufwendigen Recherche bezüglich der Thematik einer mit Gewalt auferlegten, temporären physischen Demoralisierung in Gesichtshöhe zudem auf die Definition der Ohrfeige aus Wilhelm Buschs Bildergeschichte Balduin Bählamm gestoßen, wo es in den ersten vier Zeilen passend heißt:

Hier strotzt die Backe voller Saft;
Da hängt die Hand, gefüllt mit Kraft.
Die Kraft, infolge der Erregung,
Verwandelt sich in Schwungbewegung.

In diesem Sinne: Knallen muss es, und ganz bestimmt keine Böller!

Ist die Kehle auch schon wund vom Schreien, der Hund der bleibt schön brav im Freien

So oft wie meine Nachbarn unter mir nach ihrem Hund rufen, bin ich mir nicht ganz sicher, ob …
[  ] … der Hund vielleicht nur furchtbar schlecht hört,
[  ] … ich selbst furchtbar gut höre, weil ich es stets mitbekomme,
[  ] … der Hund ament ganz anders heißt und deshalb nicht reagiert,
[  ] … die vielleicht noch drei Kinder haben, die den gleichen Namen haben,
oder aber, wie ein Freund von mir bemerkte,
[  ] … der Hund überhaupt noch unter uns weilt.