Ein Schlüssel und ein Schussel ergeben mit kaum Dussel viel Verdrussel

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Neben dem ersten Part meiner lange zurückliegenden Alltagsgeschichte von 2004 rum dürfte diese hier eine der ersten sein, die ich in Form einer eMail an Leute versandt habe. Das war 2009. Für diesen Blog hier wurde sie nur minimal umgeschrieben (korrigiert) und kann als weiterer Vorreiter der brummbrummquietschenden Ära bezeichnet werden.

Ein Pionier schlechten Geschmacks also. Und schon geht’s los:

Schöne Wohnung, eh?
Schöne Wohnung, eh?

Da ich in den vergangenen zwölf Monaten erst zwei Mal umgezogen bin, verspürte ich Lust, es wieder mal anzugreifen. Gesagt, getan. Die mittlerweile siebte oder viel zu vielte Arbeitsstelle ließ dies örtlich zu, weshalb ich das ganze Tohuwabohu wagte. Auch bei dieser Wohnung ist es wie immer in unser aller Leben: Eine ganze Ewigkeit geschieht gar nichts, ehe auf einen Schlag alles auf einmal kommt. Nach erst erfolglosen Anrufen bei anderen Wohnungen (besser gesagt bei dessen Vermietern. Immobilien sind nicht sehr gesprächig) stieß ich auf diese Wohnung hier. Angerufen, keine Stunde später Wohnung besichtigt, zugesagt, noch nicht mal eine Woche darauf hatte ich schon die Schlüssel. Maler und Teppichbodenleger waren mit ihrer Arbeit auch schon fertig, also konnte ich es angreifen.

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Mit viel Gespür voll in die Tür, bis erschien Walter der Schädelspalter

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Ja. Mitten in der Nacht auf die Toilette zu müssen ist manchmal schon nervig. Gar lästig. Und nicht nur manchmal, sondern eigentlich immer. Sich schlaftrunken aus der behaglichen Wärme der Bettdecke (und womöglich auch Partners) zu schälen, nur, um die Getränkerückgabe aufzusuchen.

So erging es auch mir damals in meinem Jugendzimmer. Jenes war zuerst eine Werkstatt, wurde dann aber zur Rumpelkammer umfunktioniert und schließlich als entlegenes Gästezimmer genutzt. Daher ist es seit Beginn des Anbaus ans Haus mit einer metallenen Werkstatttüre ausgestattet. Sich immer durch herunterhängende Pfannkuchen durchzufressen war auf Dauer schließlich etwas teuer und figurverschlechternd, aus welchem Grund Vattern Weiterlesen

Das Hirn trug er vorher noch zu Grabe, bevor es aufging zur Pfandrückgabe

Ich habe mich schon immer gefragt was passiert, wenn man sich den Hinweisen am Pfandautomaten widersetzt. Normale Signaltöne? Hupen? Warnmeldungen, oder gibt es gar härtere Instanzen bei falscher Anwendung? Was geschieht, wenn man den Träger quer einführt, davon konnte ich bereits Zeuge werden. Was aber passiert, wenn man sich dem Hinweis „Flaschen nicht nachschieben!“ widersetzt und die Pfandflasche trotzdem nachschiebt? Quasi einfach des Trotzes wegen, obwohl die erste Flasche noch nicht gescannt  wurde?

Es passiert relativ wenig und die Anzahl an nachgeschobener Flaschen scheint ungefähr zehn zu betragen. Zumindest konnte ich das heute bei einem geistig schon etwas in Schieflage und Seenot geratenen, ergo hirnwasserverdampften Holzkopf sehen. Alles begann, indem er die erste Flasche schon einmal mit dem Kopfteil zuerst reingeschoben hat. Als der Pfandautomat sie hupend, scheppernd und rebellierend wieder ausgeben wollte, hat er einfach die nächste Flasche (natürlich ebenso falsch herum) nachgeschoben.

Joa, das Spiel ging ungefähr zehn Mal gut, bis der Automat wohl endgültig kapitulierte. Nur weiß ich nicht, ob er wegen einer klemmenden Mechanik oder wegen der unglaublichen Dummheit von uns Menschen kapitulierte. Ich weiß nur: Hätte der Automat sich transformieren können, er hätte dem blöden Penner so dermaßen in die Klöten gezimmert, dass er seine nächste Prostatauntersuchung beim HNO-Arzt hätte machen lassen können.