Knallst du damit in eine Laterne, siehst du gar noch dümmer aus und viele Sterne

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Auch immer bemerkenswert: Diese angesoffene Stammtisch-Bauernfraktion, die im Straßenverkehr auf flotten Rollern rumdüst und ganz offenbar im Suff das Helmchen mit einem federbestückten Filzhut verwechselt hat. Ja. Der wird bei Stürzen sicher gut schützen, wenn die Bremse nicht mehr funktioniert und die eigene Birne die Wucht des Sturzes am Laternenmast abfedern muss.

Aber ok, würde ich so einen vom Suff hellrot angeschwollenen, unterbelichtenen und mangelbelüfteten Affenwirsing zwischen den Schultern tragen, würde ich der Komplettheit halber auch Prioritäten setzen und den Tirolerhut tragen. Denn sicher ist sicher, eh?

Schützt weder vor der Laterne noch vor Gelächter: Hut.

Schützt weder vor der Laterne noch vor Gelächter: Hut.

Wie sähe das auch aus, würde man zwischen dem zweiten Frühschoppen und ersten Weißwurstfressen pfeifepaffend in unvollständiger Uniform durch die Gegend reisen? Genau. Nicht gut. Also vollkommen richtig gehandelt.

Was sollen zudem auch nur die ganzen Saupreißen denken? Die würden ja aus den weißsockigen Sandalenlatschen kippen und das ganze Weltbild unseres niederen, leberkassemmelfressenden Bayernlandes nicht mehr verstehen. Aus wär’s! Also: Tradition bewahren!

Großvater Josef ist ja auch schon ohne Helm rumgefahren. Der fuhr zwar nur Fahrrad, dafür hat’s den mal aufgrund einer übersehenen Bordsteinkante mehr oder weniger instantös in die Horizontale gelegt und so dermaßen an die Laterne gezimmert, dass‘ ihn quasi komplett aufgestellt hat.

Bildquelle:
https://commons.wikimedia.org/wiki/File%3ATyrolean_hat_3.jpg,
By Axelator at English Wikipedia [Public domain], via Wikimedia Commons

Vorbei fuhr er mit lautem Tönen, und durfte dafür gleich auch kräftig löhnen

Na, das hat sich sicher gelohnt.

Da fährt man von Regen nach Zwiesel, ehe man nach der Ausbaustrecke vor Schweinhütt plötzlich einen Mofafahrer vor sich hat. Also tuckert man hinterher. Weil, macht mir nichts aus. Weil, durchgezogener Mittelstreifen. Weil, Kurven. Weil zudem unübersichtlich wie Sau und ich generell nicht überhole, wenn ich nicht hundertprozentig weiß, dass ich es nicht schaffe, ohne jemanden leicht mit dem Spiegel, dem Unterboden oder mindestens drei Reifen zu touchieren. Egal, ob es sich um eine alte Oma oder sonst wen handelt. Als Verfasser des offiziellen inoffiziellen Knigge für alle Verkehrsteilnehmer weiß ich schließlich, auf was es ankommt. Weiterlesen

Ein Schlüssel und ein Schussel ergeben mit kaum Dussel viel Verdrussel

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Neben dem ersten Part meiner lange zurückliegenden Alltagsgeschichte von 2004 rum dürfte diese hier eine der ersten sein, die ich in Form einer eMail an Leute versandt habe. Das war 2009. Für diesen Blog hier wurde sie nur minimal umgeschrieben (korrigiert) und kann als weiterer Vorreiter der brummbrummquietschenden Ära bezeichnet werden.

Ein Pionier schlechten Geschmacks also. Und schon geht’s los:

Schöne Wohnung, eh?
Schöne Wohnung, eh?

Da ich in den vergangenen zwölf Monaten erst zwei Mal umgezogen bin, verspürte ich Lust, es wieder mal anzugreifen. Gesagt, getan. Die mittlerweile siebte oder viel zu vielte Arbeitsstelle ließ dies örtlich zu, weshalb ich das ganze Tohuwabohu wagte. Auch bei dieser Wohnung ist es wie immer in unser aller Leben: Eine ganze Ewigkeit geschieht gar nichts, ehe auf einen Schlag alles auf einmal kommt. Nach erst erfolglosen Anrufen bei anderen Wohnungen (besser gesagt bei dessen Vermietern. Immobilien sind nicht sehr gesprächig) stieß ich auf diese Wohnung hier. Angerufen, keine Stunde später Wohnung besichtigt, zugesagt, noch nicht mal eine Woche darauf hatte ich schon die Schlüssel. Maler und Teppichbodenleger waren mit ihrer Arbeit auch schon fertig, also konnte ich es angreifen.

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