Von mitteilungsbedürftigen Fußballfans und anderen Idioten

Vielleicht hau ich dem Deppen aber auch irgendwann einfach so ins G’sicht.

Nein, ehrlich. Schon das dritte Mal, und jedes Mal die gleiche hohle Prozedur. Er fragt mich, ob mich Fußball interessiert. Nein, erwidere ich, es interessiert mich überhaupt nicht und in keinster Weise, egal ob regional, EM, WM oder sonstwas. Diese Antwort gebe ich jedem und es sollte im Grunde ausreichend mitteilen, wie meine Einstellung dazu ist. Dass mich dieser verkackte „Sport“ mit den 22 überbezahlten Dorfdeppen, die eine aufgeblasene Pflunder durch die Gegend ollern, wahrlich nicht weniger interessieren könnte.

Aber heute ist schon das dritte Mal, dass diese eine Person dennoch unbeirrt mit „Na auf jeden Fall war bei dem Spiel gestern/letztens…“ beginnt und mir das ganze dämliche Spiel von Anfang bis Ende erklärt, wo die Chancen lagen, die Schwächen waren, Elfmeter, Kartenvergaben, und und und … Selbst meine erneuten Einwände, dass ich wirklich fußballuninteressiert bin, stößt auf gänzlich taube Ohren. Ich überlegte schon: Ament hilft bei dem ja a saubere G’nackwatschn, um verstaubte Gehörgängle wieder mal freizuputzen und grundzureinigen?

Generell kam ich mittlerweile aber zu der Vermutung, dass sein Erzählapparat bei der letzten Grundinspektion beim Veterinär versehentlich bis auf die Grundmauern abgebrannt ist, nur notdürftig repariert wurde und seitdem bei manchen Dingen einfach hängenbleibt. Sein Erzählmuster analysierend, ergeben sich zumindest gewisse Wiederholungen. Das Schlimme: Einwände wie „Das hast du mir schon zwei Mal erzählt“ oder ähnlich werden da nicht einmal ansatzweise zur Kenntnis genommen. Oooder aber, während ich das sage, wird der Erzähler einfach lauter, um meinen Einwand gewissentlich zu übertönen.

Frech. Was tun, also? Muss Alexander dann wohl den Backpfeifen-Beppe und den Watschen-Willie in die nächste Gesprächsrunde mit einbringen.